Vogelgrippe erst in zehn Jahren verschwunden

12. Juli 2005, 12:33
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Krankheit wird auch weiter in Asien grassieren - Internationaler Aktionsplan soll Seuche transparenter machen

Kuala Lumpur - Die Vogelgrippe wird nach Ansicht der Vereinten Nationen (UN) noch bis zu zehn Jahre in Asien grassieren, bevor sie ausgerottet ist. "Die Krankheit ist in Asien beheimatet und wird noch lange hier sein", sagte der Chef der Welternährungsorganisation FAO, Joseph Domenech, am Dienstag in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur bei der Vorstellung eines Aktionsplans.

Internationaler Aktionsplan

Die Behörde werde in den nächsten drei Jahren mehr als 100 Millionen Dollar (84,1 Mio. Euro) investieren, um die Vogelgrippe besser zu erkennen und Ausbrüche zu dokumentieren. Die Gelder kämen unter anderem aus den USA, den Niederlanden und Finnland. Kernpunkte des Aktionsplanes sind nach den Worten Domenechs Kontrolle und Transparenz.

Seit dem Auftreten des Virus 2003 sind in Vietnam 39 Menschen ums Leben gekommen, in Thailand zwölf und in Kambodscha vier. Sie hatten sich durch den Verzehr von infiziertem Geflügel angesteckt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation könnten Mutationen der Vogelgrippe von Mensch zu Mensch übertragbar sein und dann eine weltweite Epidemie auslösen. (APA/Reuters)

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    Bis zu zehn Jahre soll es noch dauern, bis die Vogelgrippe vom Erdboden getilgt ist.

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