"Red Bull" acht Milliarden Euro wert

31. Juli 2005, 18:14
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Österreichische Marken Wert Studie 2005: Energy Drink baute Spitzenplatz aus - Top 10-Marken rund 29 Milliarden Euro schwer

Wien - Red Bull ist mit einem Wert von 7,96 Milliarden Euro weiterhin Österreichs Top-Marke, dahinter folgt - wie schon im Vorjahr - die Swarovski-Gruppe mit 4,38 Mrd. und Spar Österreich mit 3,14 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis der Österreichischen Marken Wert Studie 2005, die am Dienstag in Wien präsentiert wurde.

Da die Studie nun bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde, können heuer auch die Veränderungen messbar gemacht werden, hob Paul Schauer, Geschäftsführer von OmniMedia und MediaSelect sowie Sprecher der Gruppe Media Austria, hervor: "Wir können nun die Frage, wohin sich die einzelnen Marken entwickeln, beantworten", so Schauer, der die Studie gemeinsam mit Gerhard Hrebicek, Geschäftsführer der RNG Corporate Consult, präsentierte.

Top-Marken legten stark zu

Dieser Vergleich zeigt, dass die drei Top-Marken ihren Wert gegenüber der Vorjahres-Studie um über zwei Milliarden Euro steigern konnten. Red Bull legte um 21,6 Prozent an Wert zu, die Swarovski-Gruppe wuchs um 10,2 Prozent und Spar Österreich legte um 6,7 Prozent zu.

Auf den Plätzen vier bis zehn im Ranking der wertvollsten Marken Österreichs (genaue Zahlen siehe Ansichtssache) folgen ÖBB, Casinos Austria, Österreichische Lotterien, A1-Mobilkom Austria, Austrian Airlines Group, VA Tech und der ORF. Die österreichischen Top-10-Marken sind insgesamt rund 29 Milliarden Euro wert, die größte Wertsteigerung verzeichnete A1-Mobilkom Austria mit 29,8 Prozent vor den Lotterien mit 29 und den ÖBB mit 24,7 Prozent.

Top-Marken nützen Potenziale besser

Die Top 10-Marken wuchsen um durchschnittlich rund 14 Prozent, die Top 100-Marken nur um 7,5 Prozent. Die Studienautoren schließen daraus, dass Top-Marken ihre Potenziale besser nützen können und deshalb schneller wachsen würden. Die im Vorjahr ermittelten so genannten "Future Brands" Red Bull, Swarovski, Manner, Riedel, Darbo und Kotanyi seien im Durchschnitt um 16,9 Prozent gewachsen und haben ihr Potenzial damit bestätigt, betonte Hrebicek.

Für die Studie wurden nur Unternehmen herangezogen, die zu mindestens 45 Prozent in österreichischem Besitz stehen. Methodisch wurde ein Benchmarking-Vergleichsverfahren angewandt und anhand der Kriterien Branche, Trend, Stärke, Potenzial und Umsatz eine Bewertung durchgeführt. Wie schon im Vorjahr wurden auch heuer Finanzdienstleister nicht in die Studie mit einbezogen. (map)

  • Präsentierten die "Marken Wert Studie 2005" (v.l.): Karl Javurek (Gewista), Jürgen Pfeffer (FAS Research), Gerhard Hrebicek (RNG Corporate Consult), Paul Schauer (OmniMedia, Gruppe Media Austria) und Lukas Stipkovich (ABN Amro Bank).
    foto: derstandard.at/putschögl

    Präsentierten die "Marken Wert Studie 2005" (v.l.): Karl Javurek (Gewista), Jürgen Pfeffer (FAS Research), Gerhard Hrebicek (RNG Corporate Consult), Paul Schauer (OmniMedia, Gruppe Media Austria) und Lukas Stipkovich (ABN Amro Bank).

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