Tiroler Loden will Standort Kärnten ausbauen

21. Juli 2005, 11:35
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Nach Einigung mit Uniqa soll Standort Kärnten ausgebaut werden - 20 bis 30 zusätzliche Jobs sollen entstehen

Klagenfurt - Nach der Einigung zwischen dem Tiroler Loden-Chef Andreas Gebauer und der UNIQA-Versicherung will der Textilproduzent seinen Standort in Kärnten ausbauen. Das kündigte am Dienstag der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (B) an. Im kommenden Jahr soll die Produktionsstätte in Friesach erweitert werden, 20 bis 30 zusätzliche Jobs sollen entstehen.

Haider sprach im Zusammenhang mit der nun bekannt gewordenen Einigung - nach langen Verhandlungen konnte ein Generalvergleich geschlossen werden - von einem "Sieg der Gerechtigkeit". Gebauer war 2001 nach einem Großfeuer in seinem Tiroler Betrieb der Brandstiftung verdächtigt worden. Der Landeshauptmann hatte sich in den vergangenen Monaten massiv für Gebauer eingesetzt und den damaligen ÖVP-Innenminister Ernst Strasser heftig kritisiert.

Erleichterung bei Bank und Solidaritätsfonds

Auch bei der Raiffeisen-Bezirksbank St. Veit und beim Solidaritätsfonds der Kärntner Raiffeisenbanken dürfte die Meldung über die Einigung Gebauers mit der Versicherung Freude ausgelöst haben. Immerhin hat das St. Veiter Geldinstitut Forderungen an Tiroler Loden in der Höhe von acht Millionen Euro in den Büchern stehen.

Der Solidaritätsfonds hat bereits einen Eventualbeschluss gefasst, für diese Summe aufzukommen, falls sich die Forderung als uneinbringlich erweisen sollte. Abgesehen von diesem Betrag, der nun nicht schlagend wird, hat der Fonds der Bezirksbank St. Veit mit 12,5 Millionen Euro unter die Arme gegriffen, um die Bilanz 2004 zu retten. (APA)

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