Regierung hofft auf 3.000 neue Lehrplätze

29. Juli 2005, 20:40
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Neues Förderprogramm für ausbildende Betriebe ab November - zusätzliche Lehrplätze vom AMS mit fixen Sätzen gefördert

Wien - Die Regierung führt per Anfang November ein neues Förderprogramm für lehrlingsausbildende Betriebe ein. Mit Hilfe dieses neuen gestaffelten Prämiensystems sollen tausende zusätzliche Lehrstellen geschaffen werden, so hoffen die Initiatoren. Die Wirtschaft beurteilt die den Betrieben so zufließenden Gelder der Höhe nach bereits vorweg als "durchaus interessant".

Die Förderrichtlinie für das so genannte "Blum-Projekt 06" sei soeben im Verwaltungsrat des AMS beschlossen worden, hieß es am Dienstag. Auf Initiative des Lehrlings-Beauftragten Egon Blum werden ab 1. November dieses Jahres zusätzliche Lehrplätze vom AMS mit fixen Sätzen gefördert.

Zusätzliche Lehrplätze - gestaffelte Förderung

Mit dieser Aktion sollen, wie Regierung und Wirtschaft hoffen, 1.000 bis 3.000 zusätzliche Lehrplätze geschaffen werden. Damit soll auch verhindert werden, dass die Zahl der erforderlichen Plätze im "Auffangnetz" nicht weiter anwächst.

"Die Höhe der Förderung wird für ausbildende Betriebe durchaus interessant sein", ist Reinhold Mitterlehner, Vize-Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), überzeugt.

Im ersten Lehrjahr werden monatlich 400 Euro ausbezahlt, im zweiten Lehrjahr 200 und im dritten noch 100. Laut Mitterlehner schafft dies einen deutlichen Anreiz und eine wesentliche Unterstützung für Unternehmen, zusätzliche Lehrlinge zu beschäftigen.

Die Kriterien Eine Lehrstelle gilt dann als "zusätzlich", wenn die Gesamtzahl der Lehrlinge zu Beginn dieses Ausbildungsverhältnisses größer ist als die Gesamtzahl am 31. Dezember 2004. Die geförderten Lehrlinge müssen zum Zeitpunkt der Aufnahme beim AMS als lehrstellensuchend gemeldet sein. Das bedeutet in der Praxis, dass Betriebe vor Lehrvertragsabschluss mit dem AMS Kontakt aufnehmen müssen.

Die Förderung wird jährlich zuerkannt, wenn die Gesamtzahl der Lehrlinge jeweils zu Beginn des 2. und 3. Lehrjahres immer noch höher ist als die Gesamtzahl am 31. Dezember 2004. Lehrlinge, die ausscheiden, müssen also nachbesetzt werden.

Bei groben Mängeln in der Ausbildungsqualität kann die Förderung eingestellt werden.

Die Wirtschaftskammer spricht von einer begrüßenswerten Aktion, "da sie den Hebel an der richtigen Stelle ansetzt. Echte Lehrplätze könnten durch Lehrgangs-Plätze nämlich nur partiell ersetzt werden. Deshalb sei es auch besser, das Geld anstatt in Lehrgänge in Förderungen für Betriebe zu investieren. (APA)

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