Mallorca befürchtet Quallenplage

8. Juli 2005, 09:23
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Vor der Westküste seien bereits zahlreiche Exemplare der Leuchtqualle gesichtet worden - Strand zeitweise gesperrt

Die Balearen-Inseln befürchten eine Quallenplage. Vor der Westküste Mallorcas, östlich von Menorca sowie vor Cabrera seien bereits zahlreiche Exemplare der so genannten Leuchtqualle (Pelagia noctiluca) gesichtet worden, berichtete die Lokalpresse am Dienstag.

Wegen der Invasion habe ein Strand in Deia auf Mallorca bereits zeitweise gesperrt werden müssen. Angesichts ungewöhnlich hoher Wassertemperaturen hätten sich die Quallenart im gesamten westlichen Mittelmeer sprunghaft vermehrt.

5.000 Badegäste behandelt

An der Costa Brava und den Stränden bei Barcelona wurden den Berichten zufolge in den vergangenen Tagen rund 5.000 Badegäste behandelt, die sich an den Nesselfäden der Tiere "verbrannt" hatten. Der Wind treibe die Quallen nun auf die Balearen zu.

Die Leuchtqualle ist zwar nur rund zehn Zentimeter groß, aber stark nesselnd. Die Berührung ihrer bis zu zehn Meter langen Tentakel kann nach Angaben von Experten deshalb sehr schmerzhaft sein. Zu den Symptomen zählen zudem lang anhaltender Juckreiz, Hautrötungen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Ihren Namen verdankt diese Quallenart einer besonderen Eigenschaft: Fühlt sie sich gestört, beginnt sie intensiv zu leuchten. (APA/dpa)

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