"Es ist jetzt soweit - Wienux ist fertig"

von Redaktion  |  01. Juni 2006, 12:04
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Wiener Stadtverwaltung stellt eigene Linux­version vor - Weniger Kosten, sicherer und gute Erfahrungen mit Open Source-Software

"Es ist jetzt soweit - Wienux ist fertig", mit diesen Worten stellte Stadtrat Rudolf Schicker am Dienstag jene Linuxversion vor, die ab sofort in der öffentlichen Verwaltung von Wien zum Einsatz kommen kann.

Freiwillig

Die MitarbeiterInnen der Stadtverwaltung können selbst entscheiden, ob sie lieber das Betriebssystem und die Office-Software des weltweiten Marktbeherrschers Microsoft oder lieber mit dem von der Stadt entwickelten Wienux und dem Open Source-OfficePaket OpenOffice.org arbeiten wollen.

Weniger Kosten, Sicherheit und gute Erfahrungen

Bis 2008 wird nun der Einsatz von Linux in der Praxis getestet. Dann werde sich entscheiden, wie weiter vorgegangen werde. Für den IT-Chef der Bundeshauptstadt, Erwin Gillich, sprechen neben Kosten- und Sicherheitsaspekte auch gute Erfahrungen mit freier Software für den Einsatz von Linux und Co. Die Stadt setzt bereits seit 1989 Open Source-Software im Serverbereich ein. Bedienungsnachteile kann Gillich nicht mehr entdecken – zu ähnlich seien Linuxbenutzeroberflächen und Windows. Sicherheitsbedenken gebe es schon gar nicht.

Kosten

Die Betriebskosten des Duos OpenOffice und Wienux sollen sich in den nächsten fünf Jahren auf 1,1 Mio. Euro belaufen. Für die Microsoft-Produkte fallen keine neuen Kosten mehr an, da dafür die Lizenzgebühren bereits bezahlt wurden. Bei offener Software fallen diese weg. Laut Gillich kann sich Wien mit der Kombination Wienux und Openoffice.org 90 Euro pro Rechner und Jahr ersparen.

So sieht Wienux aus

Wienux wurde auf Basis der populären Linux-Distribution Debian 3.1 entwickelt – laut Gillich – könnte künftig auch Ubuntu Linux zum Einsatz kommen. Als Benutzeroberfläche kommt KDE, als Webbrowser Firefox zum Einsatz.

Auf allen Rechnern der Stadt

Das ebenfalls lizenzkostenfreie OpenOffice.org ist das Pendant zu dem derzeit im Magistrat verwendeten MS-Office. Es kann plattformunabhängig sowohl auf Wienux- als auch MS-Windows-PCs installiert und parallel zu MS-Office betrieben werden. Gillich kündigte an, dass man OpenOffice auf allen Rechner der Stadt installiert wird.

Umsteiger

Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Umsteller im ersten Jahr einige Hundert nicht überschreiten wird" meint Gillich. Bis in zwei bis drei Jahren die Migration auf Microsoft-Ebene, derzeit kommt Windows 2000 zum Einsatz, ansteht, wird es zum Einsatz von Open Source am Desktop aber schon einige Erfahrungen geben.


Erwin Gillich, Stadtrat Rudolf Schicker, Gemeinderat Andreas Schieder und Josef Broukal bei der Präsentation von Wienux

"Es geht"

Der Nationalratsabgeordnete und heimische IT-Journalist Josef Broukal betonte bei der Vorstellung von Wienux, dass die Stadt Wien mit dem Schritt hin zu Linux belegt, dass es auch mit freier Software geht.

Microsoft und die Grillplatzverwaltung

Microsoft Österreich hat in einer Stellungnahme auf den Schritt der Stadtverwaltung reagiert. Darin betont der Konzern, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter der Stadt Wien mit Microsoft Office und knapp die Hälfte aller Server mit Windows laufen, "darunter populäre Dienste wie beispielsweise die Webservices für die Wiener Grillplatzverwaltung".

Man kann der "Art und Weise, wie hier vorgegangen wird, einiges abgewinnen. Denn hier sollen tatsächlich die Anwender entscheiden, was für sie persönlich am besten ist", so Microsoft-Sprecher Thomas Lutz. (sum)

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Mike Webman
29.08.2005 21:40
MS Office und XP tun dem Börsl weh!

Wie live aus der MA2412 zu erfahren war, ist Frau Knackal vom neuen TU(NI)X System mehr als begeistert. Die "Tunixe" in den Ministerien sind das Nixtun schon gewöhnt und brauchen gar nicht extra umgestellt werden!

böse zunge
11.08.2005 12:23

Egal ob Linux oder Windows oder was anderes - beide Systeme wahlfrei im Einsatz zu haben ist wohl das Schlechteste was es überhaupt gibt (Servicekosten etc.). Man stelle sich vor so was würde in der Privatwirtschaft gemacht - der CIO (wenn es einen gibt) würde wohl sofort gefeuert!

Brauser
17.08.2005 19:14

Sie meinen wohl den CEO, den hat Wien nicht sondern einen Bürgermeister.
Unabhänigig davon wäre ich mir nicht so sicher, dass die Servicekosten höher sind, schon gar nicht wenn langfristige Planung möglich ist (nicht unbedingt die Stärke der Privatwirtschaft). Besser so als ein Abenteuer mit Hochrisiko Crash Umstellung wo es dann mehr Probleme, eventuell hilflose UserInnen, überlastete Helpdesks etcetera gibt

Der Unverbesserliche
02.02.2006 11:56

Tendenziell werden die Administrationskosten höher sein.
Ich weiss zwar nicht wie zentralisiert (und automatisiert) die IT Admin der Stadt Wien erfolgt, aber wenn man quer durch alle Bereiche zwei Systeme parallel laufen hat, sind die Kosten höher.
Intelligente Unternehmen migrieren (wenn möglich) immer Einheiten en bloc, sodass ich aus Migrationsfehlern auch noch für die folgenden Einheiten lernen kann - aber niemand stellt das OS seinen Mitarbeitern frei. Jeder CIO sucht die maximale Homogenität der Systeme um Kosten und Zeit zu sparen.
Und ich höre es gerne, dass langfristige Planung in der Politik üblich ist - allein mir fehlt der Glaube ....

.MS.
18.02.2006 13:06

ich nehme auch an, dass die edv-kosten erstmal gestiegen sind. auf die art hat man es aber nicht mit einem ganzen block zu tun, der unter kinderkrankheiten leidet, sondern mit einzelnen rechnern, die das system nicht bedrohen. gleichzeitig bekommt man bei ihrer integration ein gutes bild davon was tatsächlich möglich ist und wo es probleme gibt.
was langfristigkeit und politische planung betrifft ist wien ein sonderfall, weil die spö nicht wirklich angst haben muss die macht demnächst zu verlieren, sodass sich später andere mit den eigenen lorbeeren schmücken können - im gegenteil langfristiges denken ist angesagt, weil sich strukturelle mängel wohl kaum einem anderen anhängen lassen....

perihel 
03.10.2005 16:39
CIO vs. CEO

CIO Chief Information Officer
= Verantwortlich für EDV/Informationsdienste

CEO Chief Executive Officer
= "Vorstandsvorsitzender"

Ich denke, "böse zunge" meinte schon den CIO, der üblicherweise für die EDV ausstattung verantwortlich ist.

Florian Wirth
15.07.2005 11:34
Wienux

Innsbrux? Burgenlandux? Grazux? Bregux?

Bei der Namensgebung war man wohl nicht sehr kreativ.Stürzt MS. Linux an die Macht. Sind wir nicht alle ein bisschen Pinguin.

Clemens Riccabona 
10.05.2006 15:24

Lindau hast vergessen, damit bräuchte man dann evt. kein Bregux ;) und es könnt auch noch als begriff für linux daus herhalten *lol*

ansonten geb ich dir recht! her mit den tuxen! ;)

Harald Schmidt
28.07.2005 08:31
Hihi!

Linz --> Linux, Linzux

noergler
08.09.2005 00:17

ja und Graz --> Grazux; spätestens bei Innsbruck wirds dann fad.

.MS.
18.02.2006 13:08
graz

ich weiß nicht, ob die grazer das tun würden, der "versprecher" graz sucks ist da ziemlich aufgelegt....

Gerald Hollergschwandtner
27.07.2005 12:09
Aus Vorarlberg wird TUX-Berg

Innsbrux ist nett... :-)

chelene chirsch
27.07.2005 15:28

dornbirnux...

Kiki Novak 
19.11.2005 19:34
UnterstinkenbrUNIX

XOD

maddox23
12.08.2005 11:45

oder... wienux?

chelene chirsch
12.08.2005 12:01

neustux... klagenfux... glanux... eisenstux...

das wird ja dann mal die reinste freude, wenn naechstes jahr linux am desktop die mehrheit erreicht ( *SCNR* *ROFL*)

»Pythagoras1«
29.12.2005 14:52
ortstafeln

lol, ich stell mir schon fliegende ortstafeln mit "Wienux", "Innsbrux" etc. vor wie bei den max.-sujets von anno dazumal.

süd-kärntnerische linuxdistributionen bekämen selbstverständlich zweisprachige namen ;)

chelene chirsch
29.12.2005 15:38

reitnitz - ribnitza wird dann wohl zu reifnix - ribnux ?

;)

Kiki Novak 
07.07.2005 22:28
Linux taugt mehr als Unix

Sonst hieße das Ding nämlich Wienix oder schlicht Wix.

:oD

Captain Smoker
07.09.2005 11:51
Und als Werbung "Wix - ohne Eigeninitiative geht nix!"

yoghurtinator 
06.09.2005 19:00
"Wix" als Name fänd ich genial

Wix- das Betriebssystem, bei dem man sich alles selber machen kann ...

fuzzy 
10.07.2005 14:05

aha und mac os x ist grundauf von apple entwickelt worden

[[:xf:]] 
27.07.2005 14:32
:D spaßtiger...

da ging's doch nur um den namen, oder hab ich was falsch verstanden?!
dass unix der ur-vater oder zumindest vorbild eigentlich aller heutigen os ist, ist schon klar - und ich denk, das weiß der durchschnittliche standard.at/web/-Leser auch ;)

Captain Smoker
06.07.2005 18:59

Ich wage mal die Behauptung aufzustellen das insgesamt nicht mehr als max. 15% der Beamten freiwillig wechseln werden.
Denn erstens ist der Mensch ein Gewohnheitstier und zweitens wieso sollten sich unter den Beamten deutlich mehr Leute für Linux begeistern als unter den "Normalverbrauchern".

Pyros
19.10.2005 13:07
Hoffentlich...

...haben die ein paar Sachen installiert, die "ja so süss sind", dann steigen sicher einige um.

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