Auswertung der Aufzeichnungen frühestens am Mittwoch abgeschlossen

8. Juli 2005, 15:56
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Zusammenstoß zweier Garnituren forderte zwei Menschenleben - 34 waren teilweise schwer verletzt worden

Nach dem Zugunglück in Bramberg im Salzburger Pinzgau, bei dem am Samstag zwei Menschen getötet und 34 zum Teil schwer verletzt worden waren, dauerte auch am Dienstag die Auswertung der diversen Aufzeichnungen zur Klärung der Unfallursache noch an. "Auch morgen (Mittwoch, Anm.) werden wir noch für die Abklärung der technischen Seite brauchen", sagte Hermann Rechberger von der Sicherheitsdirektion Salzburg zur APA.

Ausgewertet werden der GPS-Speicher, der Sprachenspeicher, der den Funkverkehr zwischen den Lokführern und dem Fahrdienstleiter in Zell am See aufgezeichnet hat, der Fahrtenschreiber, der Auskunft über die Fahrgeschwindigkeit gibt, sowie die schriftlichen Notizen, die über den jeweils freigegebenen Streckenabschnitt gemacht werden mussten. Dabei gab es kleine Schwierigkeiten, die zu Verzögerungen führten, etwa, dass ein Band öfter abgehört werden musste als geplant, so Rechberger.

Befragung der Beteiligten wird noch länger dauern

Noch länger dauern werde "die menschliche Seite", also die Befragung der Beteiligten, vor allem deshalb, weil sich der Lokführer, der überlebt hat, noch im künstlichen Tiefschlaf befindet.

Am Samstag waren wenige Minuten vor 12.00 Uhr zwei Garnituren der eingleisigen Schmalspurbahn zwischen Bramberg und Mühlbach mit jeweils rund 50 bis 60 km/h frontal zusammengestoßen. Unter den insgesamt 45 Insassen der beiden Züge waren zumindest 20 Österreicher, sieben Holländer, drei Briten und drei Italiener, bei einigen war die Identität noch nicht genau bekannt. Alle sechs verletzten Deutschen hatten noch am Samstag das Spital verlassen können. (APA)

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