H3G und Wind rüsten für den IPO

31. Juli 2005, 18:03
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Italiens Telekom-Branche sieht wichtigen Börsegängen entgegen - UMTS-Anbieter H3G und Mobilfunker Wind bereiten Börsegänge für 2006 vor

Rom - Die italienische Telekommunikationsbranche fiebert zwei wichtigen Börsengängen entgegen. UMTS-Anbieter H3G, der in Italien mit der Mobiltunktechnologie UMTS großen Erfolg feiert, rüstet sich in Hinblick auf den Börsengang, der vermutlich Anfang 2006 erfolgen wird. Auf dem Spiel steht eine Notierung im Wert von zehn Milliarden Euro, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". Am IPO arbeitet eine Gruppe von Advisors, die von Lazard über Goldman Sachs bis JP Morgan reicht.

Wind geht an die Börse

Auch der Mobilfunkbetreiber Wind bereitet sich auf den Börsengang Anfang 2006 vor. Wind ist nach Telecom Italia und den italienischen Operationen von Vodafone drittgrößte italienische Mobilfunk-Firma. Die Gesellschaft ist auch zweitgrößter Festnetzbetreiber nach Telecom Italia. Wind hat insgesamt 28 Millionen Kunden unter Vertrag.

Die Wind-Mutter Enel hatte im Mai den Verkauf der Telekom-Gesellschaft an den ägyptischen Investor Naguib Sawiris, den Chef des ägyptischen Telekomkonzerns Orascom, angekündigt. Der ausgehandelte Kaufpreis liegt bei 12,2 Milliarden Euro und deckt die gesamte Verschuldung von Wind in Höhe von 7,2 Milliarden Euro ab.

Super Telecom Italia debütierte erfolgreich

Vergangene Woche hatte an der Mailänder Börse die "Super Telecom Italia" debütiert, die aus der Fusion des Festnetzbetreibers Telecom Italia mit der Mobilfunktochter TIM (Telecom Italia Mobile) entstanden ist. Die TIM-Aktien wurden daraufhin vom Index gestrichen. Mit dem Börsendebüt der "Super Telecom" ist der Fusionsprozess zwischen den beiden Gesellschaften abgeschlossen, den Konzernchef Marco Tronchetti Provera im vergangenen Dezember in die Wege geleitet hatte.

Telecom Italia hat 1,73 eigene Aktien für jede TIM-Aktie angeboten. Die Verschuldung des Konzerns wird durch das Geschäft von derzeit 30 Milliarden Euro auf 44 Milliarden Euro anwachsen. Mit der Fusion will die Telecom Italia die komplexe Kontrollstruktur innerhalb der Gruppe vereinfachen und ihre Schulden abbauen. (APA)

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