Tschechen am Großglockner aus Bergnot gerettet

5. Juli 2005, 19:37
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Bei Schneefall und Sturm in hochalpinem Gelände übernachtet

Glimpflich überstanden haben drei tschechische Bergsteiger eine Nacht bei Schneefall und Sturm in hochalpinem Gelände. Sie waren Montag am Abend oberhalb der Adlersruhe am Großglockner vom Schlechtwetter überrascht worden. Am Dienstag wurden sie vom Hüttenwirt gefunden und zur Unterkunft gebracht. Alle drei blieben unverletzt.

Die Alpinisten waren Montag gegen 6.00 Uhr von der Stüdlhütte in Osttirol über das Stüdlgrat auf den Großglockner gestiegen. Um Mitternacht kamen sie beim Abstieg auf Grund des schlechten Wetters nicht mehr weiter. Die Gruppe war daraufhin gezwungen, in 3.700 Metern Höhe bei eisigen Temperaturen zu übernachten. Sie hatten keine Biwakausrüstung bei sich, waren der Kälte daher schutzlos ausgeliefert.

Notruf

Der Notruf bei der Polizei langte um 23.00 Uhr ein, an einen Rettungseinsatz aus der Luft war aber auch Dienstag früh nicht zu denken, dazu war das Wetter viel zu schlecht. In den Morgenstunden stieg der Hüttenwirt der Adlersruhe mit einem Angestellten zu den Tschechen auf und brachte sie in die knapp 200 Meter tiefer liegende Hütte.

Die beiden Erwachsenen überstanden die Nacht ohne Probleme, ein 15-Jähriger war allerdings stark unterkühlt und völlig erschöpft. Ein Arzt und weitere Bergretter stiegen am Vormittag zu Fuß zur Hütte auf, wo das Trio voraussichtlich bis Mittwoch bleiben wird. (APA)

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