Ölpreis wieder nahe an 60-Dollar-Marke

6. Juli 2005, 23:05
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"Die preistreiberische Stimmung ist noch intakt" - Beschränkte Raffineriekapazitäten als Triebfeder für Preisschub

New York - An der New Yorker Rohstoffbörse ist der Ölpreis am Dienstag wieder an die Marke von 60 Dollar je Barrel herangerückt. Händler verwiesen auf die Gefahr von Wirbelstürmen im Golf von Mexiko und die hohe Auslastung der US-Raffinerien. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI verteuerte sich in der Spitze bis auf 59,99 Dollar. Am Nachmittag kostete ein Barrel 59,75 Dollar und damit ein Dollar mehr als am vergangenen Freitag. Am Montag hatte der Handel wegen der Feiern zum Unabhängigkeitstag geruht.

"Die beschränkten Raffineriekapazitäten sind die Haupttriebkraft für den jüngsten Preisschub", sagte Ökonom Tony Wood von der Royal Bank of Scotland. Eine rasche Abhilfe sei nicht auszumachen. Bereits am Freitag hatte der Ölpreis um mehr als zwei Dollar je Barrel zugelegt. Der Blick richte sich bereits auf den Heizölbedarf im Herbst und Winter auf der Nordhalbkugel. Bei der derzeit hohen Auslastung der Raffinerien sei ungewiss, ob rechtzeitig genügend Heizöl zur Verfügung stehe.

Die Sorge vor Versorgungsengpässen in der zweiten Jahreshälfte hatte den US-Ölpreis zu Beginn der vergangenen Woche bereits bis an die Marke von 61 Dollar getrieben und damit auf den höchsten Stand seit Einführung des Handels an der Rohstoffbörse NYMEX im Jahr 1983. (APA/dpa)

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