Milliarde bedeutet für FFG "Riesenschritt"

31. Juli 2005, 18:11
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13,2 Prozent mehr Mittel für Förderriesen

Wien - Eine Budgetsteigerung um satte 13,2 Prozent beschert die am Donnerstag vom Nationalrat zu beschließende Forschungsanleihe im Volumen von einer Milliarde Euro. "Sie bringt erstmals Planungssicherheit über fünf Jahre", sagt FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth-Stadlhuber zum STANDARD.

Es gebe jetzt erstmals Gewissheit, dass keine Lücke entstehe, denn die geplante Anleihe sichere die vom Forschungsrat empfohlenen, achtprozentigen Budgetsteigerungen zumindest bis 2007. Dann könnte es weiterer Sondermittel bedürfen.

25 zusätzlichen Millionen

Die 25 zusätzlichen Millionen - sie erhöhen das FFG-Budget 2005 von 326 auf 369 Millionen Euro - haben Egerth und ihr Vorstandskollege Klaus Pseiner bereits verplant: Fünf gehen in das Programm "Bridge", das die Kooperation von Wirtschaft und universitärer Grundlagenforschung fördert, fünf in diverse FFG-Basisprogramme (i.e. Struktur- und thematische Programme, Kompetenzzentren) und zehn in das so genannte "Headquarter-Programm".

Letzteres ist als Beitrag zur Attraktivierung des Wirtschaftsstandorts konzipiert, indem es für in- und ausländische Unternehmen Anreize schafft, Forschung und Entwicklung (F&E) hierzulande anzusiedeln bzw. auszubauen.

Gefördert wird zwar jeweils nur für ein Jahr, "die Dauerhaftig- und Nachhaltigkeit der Investition muss aber schon gegeben sein", stellt Egerth klar, die im ersten Schritt mit rund 30 Interessenten rechnet.

Nicht überfressen

Die Gefahr von Missbrauch oder Überförderung schätzt Pseiner gering ein, denn "wir gehen bei der Förderung nie über sieben Prozent der Forschungsleistung des Unternehmens.

Außerdem lassen sich Forschungsabteilungen nicht so einfach abtransportieren wie Produktionen." Mit dem EU-Kofinanzierungsmix sei zudem für eine absolute Obergrenze bei Förderungen gesorgt, ergänzte Egerth.

Im Programm "Bridge", das Universitäten und Betriebe näher zusammenbringen und die gegenseitige Befruchtung fördern soll, wird eine zweite Finanzierungslinie aufgezogen, bei der auch die Unternehmen eine Möglichkeit bekommen, für einen Teil ihres Eigenmitteleinsatzes eine Refinanzierung beantragen können. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 04.07.2005)

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