E-Mail aus der Giftküche

9. Juli 2005, 17:19
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Im Betreff steht "bauchfrei" - Madeleine Petrovic findet das gar nicht lustig ...

Madeleine Petrovic findet das nicht lustig. Weder den Inhalt selbst, noch die Tatsache, dass diese E-Mail in ihrem Namen verschickt wird. Im Betreff steht „bauchfrei“, im Anhang ist die Montage eines Covers der Zeitschrift Women zu sehen. „jaja, aussehen ist bei UNS kein kriterium. mp“, heißt es dazu.

Petrovic, Klubobfrau der niederösterreichischen Grünen und stellvertretende Bundessprecherin, vermutet, dass die E-Mail aus der „Giftküche“ von ÖVP oder SPÖ stamme.

Das Cover spielt auf die „Bauchfrei“-Diskussion an, der die stellvertretende Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, derzeit ausgesetzt ist. Ausgelöst wurde diese durch Hochzeitsfotos, als Glawischnig den TV-Moderator Volker Piesczek ehelichte und dabei bauchfrei trug. In der ORF-Sendung „Bei Stöckl“ pochte Glawischnig vor einer Woche darauf, dass Politikern ein Recht auf Privatsphäre eingeräumt werden müsse. Ausdrücklich begrüßte sie, dass Finanzminister Karl-Heinz Grasser mit seiner Klage gegen die Veröffentlichung von „Schmusefotos“ mit Fiona Swarowski erfolgreich war.

Dass sie selbst bei ihrer Hochzeit kurzfristig Fotografen zugelassen hatte, begründete sie damit, dass sie sich, ihrem Ehemann und den Gästen danach ein wenig Ruhe gönnen wollte. (red, DER STANDARD Printausgabe, 05.07.2005)

  • Das Fake-Cover, wie es im mysteriösen Mail mitgeschickt wurde
    foto: standard

    Das Fake-Cover, wie es im mysteriösen Mail mitgeschickt wurde

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