Ahmadinejad weist Vorwürfe von Ex-Geiseln zurück

8. Juli 2005, 16:35
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Präsident: Aufkommen der Behauptungen angesichts der hoch entwickelten US-Geheimdienste "rätselhaft"

Teheran - Der designierte iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad hat am Montag Vorwürfe zurückgewiesen, wonach er zu den Geiselnehmern in der US-Botschaft in Teheran 1979 gehörte. Diese Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, sagte Ahmadinejad in einer Stellungnahme in Teheran. Dass die Behauptungen überhaupt aufgekommen seien, sei angesichts der hoch entwickelten Sicherheits- und Geheimdienste der USA "rätselhaft", zitierte ihn die studentische Nachrichtenagentur ISNA.

Bestätigungen

Einige der Ex-Geiseln hatten nach US-Medienberichten vom Freitag gesagt, sie könnten nicht bestätigen, dass Ahmadinejad beteiligt gewesen sei. Auch frühere iranische Studentenführer wiesen Aussagen zurück, der künftige Staatschef habe sich an der Botschaftsbesetzung beteiligt, die 444 Tage gedauert hat. Mehrere damalige US-Geiseln beharrten jedoch auf ihrer Ansicht, er sei einer der Führer der Studenten gewesen.

Vorwurf

Ahmadinejad wies auch den in Presseberichten aus Tschechien und Österreich erhobenen Vorwurf zurück, er sei in die Ermordung eines oppositionellen Kurdenführers in Wien im Jahr 1989 verwickelt gewesen.

Der Iran sei an guten Beziehungen zu allen Ländern interessiert, sagte der künftige Staatschef, der die westlichen Länder dazu aufrief, ihre Haltung zu "mäßigen". Seine Regierung strebe für das iranische Volk Gerechtigkeit und Fortschritt an. (APA/dpa)

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