Wirbel um angebliches Heidi Klum-Interview

13. Juli 2005, 13:04
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Vorgebliches Exklusiv-Gespräch wurde laut Vater des Models "nie geführt" - Verlag spricht von "bedauerlichem Versehen"

Ein angebliches Interview mit dem Supermodel Heidi Klum hat am Montag für reichlich Wirbel gesorgt. Die Frauenzeitschrift "Joy" hatte am Wochenende einen Text bei zahlreichen Medien verbreitet, bei dem es sich den Angaben zufolge um ein Exklusiv-Interview mit dem erneut schwangeren Supermodel handeln sollte. Darin wurde die 32-Jährige mit Äußerungen über die Stimmung in Deutschland, ihre Glücksbringer-Milchzähne und ihr familiäres Glück zitiert.

"Es gab kein Interview"

Einziger Schönheitsfehler: "Es gab kein Interview", wie Klums Vater Günther am Montag sagte, die das angebliche Interview in gutem Glauben ebenfalls aufgegriffen hatte. Nachdem sich Klums Anwalt mit der Zeitschrift in Verbindung gesetzt hatte, nahm auch die Zeitschrift am Montag das Interview zurück. Anders als in der Pressemitteilung angegeben, stammten "die im Heft zitierten Äußerungen nicht aus einem Exklusiv-Interview mit Frau Klum", teilte die Zeitschrift mit. Es handle sich dabei um ein bedauerliches Versehen, im Heft selbst werde dies - anders als bei der Pressemitteilung - auch nicht behauptet.

"Da hat wohl jemand Mist gebaut"

Wie es zu dem Fehler kommen konnte, war am Nachmittag weiter unklar. Trotz mehrmaliger Versuche war die Chefredaktion von "Joy" nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Günther Klum, der nach eigenen Worten über einen Anruf eines "Bild"-Journalisten auf das falsche Klum-Interview aufmerksam wurde, konnte am Montag auch nur Vermutungen anstellen. Offenbar habe jemand einfach "alles zusammengeschrieben", sagte er. "Da hat wohl jemand Mist gebaut."

Spende für wohltätige Organisation

Mittlerweile ist das Problem nach den Worten von Klum jedoch "vom Tisch". Die Zeitschrift habe sich bereit erklärt, für den Fehltritt ein "hübsches Sümmchen" an eine wohltätige Organisation zu zahlen, hieß es. Über die genaue Höhe wollte der Vater des Supermodels jedoch keine Angaben machen, auch nicht dazu, wohin das Geld genau gehen soll. Und auch jeglicher Groll scheint mittlerweile verraucht: "Wenn man was für einen guten Zweck tun kann, kann man so etwas auch wieder vergessen", sagte Klum. (APA/AP)

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