Wörtherseebühne: Neuer Anlauf des U-Ausschuss

12. Juli 2005, 13:10
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Pfeifenberger und Zanella werden für 16. August zur Einvernahme vorgeladen

Klagenfurt (APA) - Nach mehrmaligen Absagen des ehemaligen Kärntner Finanzreferenten Karl Pfeifenberger und des Beinahe-Intendanten der Wörtherseebühne Renato Zanella macht der vom Landtag eingesetzte Untersuchungsausschuss einen neuerlichen Anlauf. Wie Ausschussvorsitzender Peter Kaiser (S) am Dienstag gegenüber erklärte, werde man beide Zeugen für den 16. August vorladen.

Pfeifenberger, in dessen Verantwortlichkeit bis zu seinem Ausscheiden aus der Politik im Februar die Wörtherseebühnen-Betreibergesellschaft gefallen war, war für den Dienstag vorgeladen gewesen, er ließ sich durch seinen Rechtsanwalt wegen eines Auslandstermins entschuldigen, übrigens bereits zum dritten Mal. "Der Beschluss, Pfeifenberger und Zanella noch einmal vorzuladen, ist einstimmig erfolgt", sagte Kaiser. Alle Mitglieder des U-Ausschusses seien der Ansicht, dass beide als Zeugen äußerst wichtig seien.

Genug Zeit um Termine zu koordinieren

Um ihnen genügend Zeit zu geben, ihre Termine entsprechend zu koordinieren, habe man den 16. August gewählt, so Kaiser. Pfeifenberger hatte bei seiner Absage selbst einen Termin im August angeboten. Dann werde er auf jeden Fall dem U-Ausschuss Rede und Antwort stehen, hieß es in dem Schreiben seines Rechtsanwaltes Franz Großmann.

Renato Zanella, der sich bei seinen bisherigen Vorladungen jeweils mit dringenden Probenarbeiten an der Wiener Staatsoper entschuldigt hatte, hat die Staatsoper nach zehn Jahren Tätigkeit als Ballettdirektor verlassen. Sein Vertrag als Konsulent der Wörtherseebühne läuft in diesem Sommer aus. Der Intendantenvertrag mit Zanella war im Jänner dieses Jahres nach heftiger Kritik an dessen üppiger Dotierung aufgelöst worden.

Staatsanwaltschaft hat Geschäftsunterlagen der Betreibergesellschaft retourniert

Inzwischen habe die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die Geschäftsunterlagen der Betreibergesellschaft der Seebühne retourniert, berichtete Kaiser. Daher werde man nun beim Geschäftsführer der Wörtherseefestspiele GmbH, Werner Bilgram, die Ausfolgung der kompletten Unterlagen inklusive aller Gesprächsprotokolle beantragen. Man hoffe stark darauf, dass sich bei diesen Unterlagen auch die Auflösungsvereinbarung mit Zanella bezüglich des Intendantenvertrages finden werde. Ex-Geschäftsführer Bernhard Sapetschnig hatte vor dem Ausschuss ausgesagt, die vereinbarte Abschlagszahlung für Zanella hätte 150.000 Euro betragen. (APA)

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