Linz: Maßnahmenpaket nach Krawallen in Altstadt

4. Juli 2005, 18:38
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Verstärkte Schwerpunktkontrollen und "Frequenz- und Gefährdungsanalyse" vorgesehen

Linz - Nach den Krawallen in der Linzer Altstadt am Wochenende hat die Polizei gemeinsam mit dem Magistrat ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Geplant seien u.a. verstärkte Schwerpunktkontrollen sowie eine "Frequenz- und Gefährdungsanalyse" in dem Stadtteil, berichtete Polizeidirektor Walter Widholm in einer Pressekonferenz am Montag in Linz. Er betonte aber gleichzeitig, dass die Altstadt "sicher" sei.

Mehr als 100 Personen hatten sich laut APA Samstag früh eine Auseindandersetzung mit der Polizei in der Linzer Altstadt geliefert. Da sich die Lage zuspitzte, wurden alle Linzer Polizeikräfte zusammengezogen. Das Einsatzkommando Cobra und Einheiten umliegender Bezirke mussten angefordert werden. Nach Auskunft der Exekutive waren insgesamt rund 50 Beamte im Einsatz, zwei von ihnen wurden leicht verletzt.

Fünf-Punkte-Programm der Polizei

"Die Ereignisse haben uns das Wochenende über beschäftigt", erklärte Widholm. Als Konsequenz wurde ein Fünf-Punkte-Programm entwickelt, das ab sofort umgesetzt werde. Es sieht verstärkte Schwerpunktkontrollen - speziell an den Wochenenden - sowie eine Frequenz- und Gefährdungsanalyse vor. Zudem seien zusätzliche Kontrollen von Lokalen, in denen es zu einer Häufung von Strafdelikten und Aggressionshandlungen komme, geplant, so der Polizeidirektor.

Auch das Einsatzkommando Cobra werde verstärkt eingebunden. Im Bedarfsfall soll es "auf Knopfdruck" an Ort und Stelle sein, sagte Widholm. Als weitere Maßnahme sei geplant, dass neben der Polizei an möglichen Aktionen auch Vertreter des Magistrates und des Menschenrechtsbeirates beteiligt sind. Das Maßnahmenpaket sei nicht endgültig, Adaptierungen bzw. Ausweitungen seien möglich, betonte Widholm. Zudem sei eine Videoüberwachung des Bereichs Hofberg/Hofgasse geplant, man warte aber noch auf die Kamera. (APA)

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