City-Maut in London erhöht

7. Juli 2005, 20:50
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Acht statt bisher fünf Pfund - Proteste des Einzelhandels

London - Die City-Maut für Autofahrer in der Londoner Innenstadt ist am Montag von bisher fünf auf acht Pfund (11,8 Euro) pro Tag erhöht worden. Damit will Bürgermeister Ken Livingstone den Straßenverkehr im chronisch verstopften Stadtzentrum weiter entlasten und mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr erhalten.

Handel und Bürgermeister uneins

Die elektronisch eingezogene und überwachte Mautgebühr ist im Februar 2003 für alle Fahrzeuge im inneren Stadtverkehr eingeführt worden. Vertreter des Einzelhandels haben die drastische Erhöhung um mehr als 60 Prozent scharf verurteilt. Dadurch würden immer mehr kleinere und mittlere Unternehmen aus dem Stadtzentrum vertrieben. London werde auf Dauer zur Geisterstadt, warnten Sprecher.

Der Bürgermeister vertritt hingegen die Ansicht, dass die Maut einen neutralen Effekt auf das Geschäftsleben habe. Der Beitrag zur Entlastung der Umwelt sei dagegen erheblich. Einen zwanzigprozentigen Rückgang bei den Unfallzahlen hat eine Autoversicherung ermittelt.

Rückgang des Autoverkehrs um 30 Prozent

Der Erfolg der Gebühr ist nach Ansicht der Stadt in einem Rückgang des Autoverkehrs in der bisher betroffenen Zone um 30 Prozent offensichtlich. Deshalb erwägt der Stadtrat bereits eine Ausweitung der elektronisch überwachten Gebührenzone auf weitere Gebiete im Westen der Innenstadt.

Eine weitere Verringerung des privaten Autoverkehrs will London zum 1. September 2006 mit Einführung kostenloser Busbeförderung für Jugendliche unter 16 Jahren erreichen. Von der Regelung sollen 450.000 Teenager profitieren. (APA/dpa)

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