Gefährdeter Touristenzug

8. Juli 2005, 15:56
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Pinzgauer Schmalspur für Nostalgiefans geriet in den vergangenen Jahren wiederholt in die Schlagzeilen

Salzburg - Die 1898 als "Pinzgauer Localbahn" eröffnete Schmalspurbahn, die über 54 Kilometer von Zell am See bis nach Krimml führt, geriet in den vergangenen Jahren wiederholt in die Schlagzeilen der Lokalmedien. Immer wieder wurden Gerüchte laut, die ÖBB wollten die defizitäre Nebenbahn schließen. Erst heuer konnte der Fortbestand der Bahn mit einem Vertrag zwischen Bund und Land Salzburg gesichert werden.

Der Pinzgaubahn, die jährlich rund 700.000 Passagiere befördert, kommt in der wirtschaftlich schwachen Region vor allem touristische Bedeutung zu. Radtouristen nutzen sie um zum Ausgangspunkt des Tauernradweges in Krimml zu gelangen, Ausflügler fahren zu den Krimmler Wasserfällen. Eisenbahnnostalgiker kommen auf ihre Kosten, wenn die Bahn fallweise mit historischen Dampflokomotiven betrieben wird.

In der Unfallchronik der Nebenbahn ist neben diversen Zusammenstößen an Bahnübergängen im Jahr 2002 ein spektakuläres Unglück vermerkt: Ein orkanartiger Föhnsturm hatte eine ganze Zuggarnitur aus den Gleisen gehoben, eine Salzburgerin verlor ihr Leben. (neu, DER STANDARD Printausgabe 4.7.2005)

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