Pröll unterm Giebelkreuz

4. Juli 2005, 11:34
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Kolportiert: Für den Fall einer schwarz-grünen Koalition auf Bundesebene könnte Landwirtschaftsminister Pröll Raiffeisen-General Konrad beerben

Noch hält die bis Herbst 2006 installierte ÖVP/BZÖ-Regierung und die Koalitionsparteien veranstalten noch keine "Versorgungsorgien". Für Planpostenspiele ist es aber nie zu früh. Also wird in den Zentralen eifrig der Fall der Fälle durchgespielt.

Einer wäre im Fall einer schwarz-grünen Regierung ziemlich sicher arbeitslos: "Lebensminister" Josef Pröll (36). Denn das Umweltministerium ginge mit Sicherheit an die Grünen und, weil Agrarpolitik ohnehin weitgehend in Brüssel gemacht wird, möglicherweise auch der ÖVP-Kernbereich Landwirtschaft.

Konrad-Nachfolge

Einflussreiche Giebelkreuzer können sich Prölls Leben nach dem Ministerium daher durchaus im Raiffeisen-Sektor vorstellen, konkret als Generalanwalt. Als solcher würde der Neffe des niederösterreichischen Landeshauptmanns niemand geringerem als Christian Konrad (63) nachfolgen, dessen Mandat 2006 ausläuft.

Aus dem Rennen wäre damit freilich der stets als logischer Nachfolger Konrads gehandelte Walter Rothensteiner (53). Dem Chef der Raiffeisen Zentralbank fehle es an Rückhalt im grünen Riesen, wenngleich sein Ansehen mit dem bravourös gelungenen Börsengang von Raiffeisen International wieder deutlich gestiegen sei. (ung, (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 04.07.2005)

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