Air-Berlin-Chef rechnet bei Billigfliegern mit steigenden Preisen

12. Juli 2005, 15:22
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Einsparmöglichkeiten seien inzwischen vor allem "angesichts von "aberwitzig hohen Treibstoffpreisen" ausgereizt

Berlin - Der Chef der größten deutschen Billig-Fluglinie Air Berlin, Joachim Hunold, rechnet bei den Billigfliegern mit steigenden Preisen. Die Einsparmöglichkeiten seien inzwischen ausgereizt, sagte Hunold der Verbraucherzeitschrift "Guter Rat".

Angesichts von "aberwitzig hohen Treibstoffpreisen" seien vielmehr Preiserhöhungen zu erwarten. Air Berlin hatte vergangene Woche mit dem erstmaligen Verkauf von Billigtickets im Supermarkt für Aufsehen gesorgt. Insgesamt wurden mehr als 80.000 Flugscheine abgesetzt.

Kritik an Flughafenförderungen

Hunold erneuerte zugleich Kritik wegen der Subventionierung von öffentlich-rechtlich geführten deutschen Flughäfen. Auf diese Weise würde ausländischen Billig-Airlines das Geschäft erleichtert und Verkehr erzeugt, den es normalerweise nicht geben würde.

"Am Ende zahlt die Zeche der Steuerzahler." Als Beispiele nannte Hunold die Flughäfen Berlin-Schönefeld, Hahn (Rheinland-Pfalz), Weeze (Nordrhein-Westfalen) und Lübeck (Schleswig-Holstein). (APA/dpa)

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