WASG macht Weg für Wahlliste mit PDS frei

7. Juli 2005, 19:41
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Bundesparteitag stimmt für Fortführung der Gespräche

Kassel - Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) hat den Weg für gemeinsame Listen mit der PDS zur deutschen Bundestagswahl frei gemacht. Der Bundesparteitag der WASG stimmte am Sonntag in Kassel für die Fortführung der Gespräche darüber mit dem Ziel einer möglichst starken Vertretung der linken Opposition im Parlament.

Deutliche Mehrheit

In dem mit deutlicher Mehrheit gefassten Beschluss wird die geplante Kandidatur von WASG-Kandidaten auf offenen Listen der PDS ausdrücklich begrüßt. Die endgültige Entscheidung dazu solle aber per Urabstimmung gefällt werden. Zugleich sollten die Gespräche mit der PDS fortgesetzt werden, und zwar "mit dem Ziel, einen wirksamen Wahlkampf zu organisieren und eine möglichst starke Vertretung der linken Opposition im Bundestag zu erreichen".

In der Urabstimmung sollen die Mitglieder auch darüber entscheiden, ob das Projekt einer gemeinsamen Partei aus PDS und WASG nach der Bundestagswahl weiterverfolgt werden soll. Auch hierüber soll letzlich auf einem Parteitag sowie mit einer weiteren Urabstimmung entschieden werden. Zu Beginn des Parteitages hatte Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine an die Delegierten appelliert, den Weg für das Linksbündnis freizumachen. Er ist neben Ex-PDS-Chef Gregor Gysi als Spitzenkandidat für das Linksbündnis vorgesehen. (APA/AP)

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