Israelische Minister sollen künftig kugelsichere Westen tragen

6. Juli 2005, 14:22
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Aus Angst vor Attentaten Rechtsextremer wegen Gaza-Abzug

Jerusalem - Aus Angst vor Attentaten rechtsextremer Israelis sollen die Minister der israelischen Regierung künftig kugelsichere Westen tragen. Wie aus Sicherheitskreisen in Jerusalem verlautete, haben die Minister am Sonntag vor Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung ihre maßgeschneiderten Westen anprobiert.

Wegen des geplanten israelischen Rückzugs aus dem Gaza-Streifen und Teilen des Westjordanlands hatte Ministerpräsident Ariel Sharon in den vergangenen Monaten Morddrohungen von Ultra-Nationalisten erhalten. Der Abzug soll Mitte August beginnen.

Von der Räumung der 21 Siedlungen im Gaza-Streifen sind rund 8.000 Siedler betroffen. Viele Bewohner sowie zahlreiche ultra-nationalistische Sympathisanten wollen die Räumung verhindern. Im November 1995 hatte ein israelischer Extremist den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Yizhak Rabin, einen der Architekten des Osloer Friedensabkommens von 1993, in Tel Aviv erschossen. (APA)

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