Napoleon lernte im Exil die Sprache der ungeliebten Briten

11. Juli 2005, 12:49
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Ausstellung "Nelson und Napoleon" in London fördert Erstaunliches zu Tage

London - Der französische Kaiser Napoleon Bonaparte hat sich nach der verheerenden Niederlage gegen die Briten im Exil auf der Insel St. Helena angestrengt bemüht, die Sprache des Feindes zu erlernen. Dies geht aus Dokumenten der französischen Napoleon-Stiftung hervor, die ab Donnerstag auf einer Ausstellung in London zu sehen sein werden.

Napoleon sei entgegen eines weit verbreiteten Vorurteils kein "eingefleischter Britenhasser" gewesen, sagte der Historiker Peter Hicks am Sonntag. "Er konnte mit jedem freundschaftlich umgehen." Der abgedankte Kaiser lernte allerdings nicht nur zum Spaß Englisch: Offenbar habe er unbedingt wissen wollen, was die britische Presse über ihn schrieb, sagte Hicks. Trotz seines Widerwillens, sich die Tücken der fremden Sprache wie ein Schuljunge erklären zu lassen, habe er eifrig gelernt.

Ausstellung "Nelson und Napoleon"

Die Ausstellung "Nelson und Napoleon" im britischen Marinemuseum in London findet aus Anlass des 200. Todestags von Admiral Horatio Nelson statt, der im Jahr 1805 eine französisch-spanische Flotte in der Schlacht von Trafalgar vernichtend schlug und damit indirekt auch zu Napoleons Niederlage auf dem Festland beitrug. Nachdem er im Jahr 1815 bei der Schlacht von Waterloo von britischen und preußischen Truppen geschlagen wurde, ging Napoleon endgültig ins Exil nach St. Helena, wo er 1821 starb. (APA)

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    Das Gemälde "Napoleon in Fontainbleau". Der französische Imperator soll im Exil mühsam Englisch gelernt haben.

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