Ford kündigt Produktoffensive an

12. Juli 2005, 15:19
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Verkauf in Deutschland laut Bericht rückläufig - Probleme auf US-Markt

Frankfurt/Main - Der Kölner Autobauer Ford hat eine neue Produktoffensive angekündigt. Wurden in den vergangenen fünf Jahren 45 neue Modelle und Modellvarianten auf den Markt gebracht, so sollen es in den kommenden fünf Jahren sogar 55 sein, wie Vorstandschef Bernhard Mattes der "Welt am Sonntag" sagte. "Wir wollen in diesem Zehn-Jahres-Zeitraum insgesamt rund 100 neue Modelle und Modellvarianten herausbringen."

In Deutschland verkauft Ford laut dem Bericht immer weniger Autos. Das neue Billigauto Ford Ka Student (ab 7.990 Euro) sei nur 1.000 Mal verkauft worden. Insgesamt habe der Marktanteil des Autobauers in den ersten fünf Monaten bei 7,3 Prozent gelegen. Das entspricht laut "Welt am Sonntag" 95.000 zugelassenen Neuwagen in Deutschland.

Für das gesamte Jahr 2005 sei eigentlich ein Marktanteil von mehr als 7,5 Prozent angestrebt worden. Allerdings verkaufe die Branche in der zweiten Jahreshälfte in der Regel weniger Fahrzeuge.

1.700 Fordmitarbeiter sollen gehen

Der Mutterkonzern Ford hatte in den USA vor knapp zwei Wochen wegen Problemen auf dem nordamerikanischen Markt seine Gewinnprognose für dieses Jahr gesenkt und einen Abbau von 1.700 Stellen (rund 5 Prozent) angekündigt. Auch die Bonuszahlungen für Manager werden gestrichen.

Ford, nach General Motors und Toyota der drittgrößte Autohersteller der Welt, hat nach eigenen Angaben wie Konkurrent GM mit steigenden Ausgaben für die Krankenversicherung seiner Beschäftigten zu kämpfen. Außerdem hat die Nachfrage nach Trucks und leichten Geländewagen (SUV) nachgelassen, die bisher guten Profit abwarfen. (APA/AP)

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