Diplomaten der USA und Nordkoreas sprachen über Atomstreit

8. Juli 2005, 16:14
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Aber keine "Verhandlungen" - Kontakt soll Aussicht auf Wiederaufnahme der Sechsergespräche verbessern

Washington - Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter und ein nordkoreanischer Vertreter haben in New York über den Konflikt um Pjöngjangs Atomwaffenprogramm gesprochen. Der "Kontakt" zwischen Joseph DeTrani, dem US-Beauftragten bei den Sechsergesprächen über das nordkoreanische Programm, und dem Diplomaten Li Gun habe am Donnerstag am Rande einer akademischen außenpolitischen Konferenz stattgefunden, bestätigte US-Außenamtssprecher Sean McCormack am Freitag in Washington.

Er unterstrich zugleich, dass von "Verhandlungen" keine Rede sein könne. Die USA haben keine formellen diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea, nutzen aber manchmal diplomatische UN-Kanäle in New York, um mit Pjöngjang zu kommunizieren.

Chancen für Sechsergespräche verbessern

Ein nicht namentlich genannter hochrangiger Beamter im US- Außenministerium sagte, der "Kontakt" habe darauf abgezielt, die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Sechsergespräche zu verbessern.

Beteiligt sind daran neben Nordkorea und den USA auch Japan, China, Südkorea und Russland. Nordkorea weigert sich bisher, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. McCormack betonte, dass die USA nur zu Verhandlungen im Rahmen dieser internationalen Gespräche bereit seien. (APA/dpa)

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