Federer erneut von Roddick gefordert

3. Juli 2005, 17:29
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US-Amerikaner schlug den Schweden Thomas Johansson in vier Sätzen und trifft heute im Endspiel wie im Vorjahr auf Federer

London - Der topgesetzte Schweizer Titelverteidiger Roger Federer und der US-Amerikaner Andy Roddick bestreiten wie im Vorjahr das Herren-Endspiel beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Der als Nummer zwei gesetzte Roddick gewann am Samstag 6:7 (6),6:2,7:6 (10),7:6 (5) gegen den Schweden Thomas Johansson (12) und folgte damit Federer, schon am Vortag Sieger gegen den Australier Lleyton Hewitt (3).

Roddick verpasste bei der Fortsetzung des am Vortag abgebrochenen Spiels den Gewinn des Durchgangs, als er eine 6:4-Führung im Tiebreak noch verspielte. Das war für den US-Open-Sieger von 2003 ein Weckruf, im zweiten Satz lag der 22-Jährige schnell 4:0 in Führung. Johansson fing sich jedoch wieder.

Der Australian-Open-Champion von 2002, der mit dem Einzug in das Wimbledon-Halbfinale seinen größten Erfolg seit damals schaffte, nutzte seinerseits aber im Tiebreak des dritten Durchganges drei Satzbälle nicht. Die Entscheidung fiel im ebenfalls umkämpften vierten Satz, als im Tiebreak ein Return von Roddick von der Netzkante unerreichbar ins Feld fiel und der Favorit danach seinen ersten Matchball mit einem Ass nutzte.

Gegen Federer ist Roddick am Sonntag (15:00 Uhr) nach der Vier-Satz-Niederlage vor einem Jahr nur Außenseiter. Der Weltranglisten-Erste hat acht der bisher neun Vergleiche gewonnen und ist seit vier Spielen gegen Roddick ohne Niederlage. Außerdem ist der Eidgenosse auf Rasen 35 Spiele in Folge ohne Niederlage. Auf den Rekord des Schweden Björn Borg fehlen ihm noch sechs Erfolge. Es ist Roddicks drittes Grand-Slam-Finale, 2003 hatte er die US Open gewonnen.

Den Titel im Herren-Doppel holten sich überraschend der Australier Stephen Huss und der Südafrikaner Wesley Moodie. Das ungesetzte Duo gewann im Finale 7:6 (4),6:3,6:7 (2),6:3 gegen die US-Zwillingsbrüder Bob und Mike Bryan, die an Nummer zwei gesetzt waren. Im Halbfinale hatten Huss und Moodie die topgesetzte Paarung Jonas Björkman/Max Mirnyi (SWE/BLR) ausgeschaltet. Für den Erfolg gab es ein Preisgeld von umgerechnet 330.000 Euro. (APA)

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    Andy Roddick

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