Tamira Paszek im Juniorinnen-Finale chancenlos

9. Dezember 2005, 10:33
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Österreichs Wunderkind unterlag im Duell zweier Ungesetzter der Polin Radwanska, die sie in St. Pölten noch geschlagen hatte

Wimbledon - Tamira Paszek ist am Samstag am Vorhaben, als zweiter österreichischer Nachwuchsathlet nach Jürgen Melzer 1999 den Einzelbewerb beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon zu gewinnen, gescheitert. Die 14-Jährige musste sich auf dem "heiligen Rasen" im Juniorinnen-Finale der ungesetzten Polin Agnieszka Radwanska mit 3:6,4:6 geschlagen geben.

Paszek, die im Turnierverlauf hervorragende Leistungen abgeliefert und im Halbfinale die topgesetzte Weisrussin Wiktoria Asarenka ausgeschaltet hatte, war am Samstag im Endspiel ohne Chance. "Ich finde keine Erklärung für meine Leistung. Vielleicht war es, weil es das Finale war. Wenn du in der ersten Runde so eine Leistung ablieferst, okay, Schwamm drüber, du schaust auf das nächste Turnier. Aber ausgerechnet im Finale habe ich das schlimmste Match meiner ganzen Karriere gespielt", war die Vorarlbergerin, die am 6. Dezember 15 Jahre wird, sehr enttäuscht.

Bei einer normalen Leistung hätte die Orange-Bowl-Siegerin die Partie auf dem gut besuchten Court drei im altehrwürdigen All-England-Tennis-Club gewinnen können. "Aber die Gegnerin hat sehr gut gespielt, sehr gut aufgeschlagen. Dann ist es halt doppelt schwer, wenn es bei einem selbst nicht läuft." Das Head-to-Head hatte mit 2:0 klar für die junge Österreicherin gesprochen, zuletzt hatte sie Radwanska im Mai im Halbfinale der Spring Bowl in St. Pölten in zwei Sätzen das Nachsehen gegeben.

Zuvor war in der Wimbledon-Geschichte erst eine Österreicherin in das Juniorinnen-Finale gekommen. Es war dies Doris Schuster 1959.

Zum Finale extra eingeflogen war Fed-Cup-Kapitän Alfred Tesar, das österreichische Team spielt am kommenden Wochenende in Lausanne gegen die Schweiz. Der Sieger der Partie auf den Plätzen von Stade Lausanne in Vidy spielt 2006 in der Eliteliga. Für Paszek ist es die zweiten Einberufung nach April 2005, als sie in Pörtschach gegen Frankreich zwei Einzelpartien bestritten und nach guten Leistungen verloren hat. (APA)

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    Tamira Paszek mit einer starken Performance in Wimbledon.

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