Größtes Pop-Ereignis der Geschichte hat begonnen

2. Juli 2005, 15:56
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Hunderttausende in London, Berlin, Rom, Paris, Tokyo, Philadelphia, Toronto, Moskau und Johannesburg

London - Mit Konzerten in Tokio, Johannesburg und Berlin hat am Samstag das größte Pop-Ereignis der Geschichte begonnen. Weltstars wie Madonna, Robbie Williams und Paul McCartney wollen bei den Live-8-Konzerten in neun Ländern ein Zeichen gegen Armut in der Welt setzen.

Höhepunkte des Live-8-Marathons rund um den Globus sind die Veranstaltungen im Londoner Hyde Park und in der US-Metropole Philadelphia. Zu insgesamt zehn Konzerten werden weltweit mehr als eine Million Besucher erwartet. Allein vor dem Brandenburger Tor in Berlin drängten sich zum Auftakt mehr als 100.000 Menschen.

Beginn in Tokio

Das erste Konzert hatte in der Früh in der Nähe von Tokio begonnen. In einem Stadion 60 Kilometer westlich der japanischen Hauptstadt jubelten die Fans der isländischen Sängerin Björk zu. Nach Japan erklangen Pop-Rhythmen in Johannesburg. Auf dem 40.000 Menschen fassenden Mary-Fitzgerald-Square wollen überwiegend südafrikanische Musiker und Bands den Fans musikalisch einheizen.

Berlin

Vor dem Start des Konzerts in Berlin unterzeichneten Prominente wie der Musiker Herbert Grönemeyer und Top-Model Claudia Schiffer am Brandenburger Tor ein Transparent "Deine Stimme gegen Armut". An der Aktion beteiligten sich auch der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber und der katholische Erzbischof Kardinal Georg Sterzinsky.

Der irische Musiker Bob Geldof hatte bereits vor 20 Jahren mit Live-Aid-Konzerten in London und Philadelphia viele Künstler im Kampf für Afrika mobilisiert. Während damals vor allem Spendengeld gesammelt werden sollte, geht es diesmal um Aufmerksamkeit:

"Wir wollen nicht Euer Geld, wir wollen Euch", ist das Motto der weltweiten Initiative, die Druck auf die führenden Industrieländer ausüben soll, damit sie ihre Entwicklungshilfen erhöhen. Die sieben reichsten Industrienationen und Russland (G-8) treffen sich kommende Woche zu einem Gipfel in Schottland, bei der es auch um die Ärmsten der Armen geht. (APA/dpa)

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