AUA-Tickets werden teurer

12. Juli 2005, 15:22
26 Postings

Höhere Treibstoffzuschläge für ale Tickets, die ab 8. Juli gekauft werden - auch die Konkurrenz zieht mit

Wien - Die AUA-Gruppe erhöht zum fünften Mal seit Mai 2004 die Treibstoffzuschläge. Für alle Tickets, die ab 8. Juli gekauft werden, sind pro Langstreckenflug (eine Strecke) 37 Euro (bisher 27 Euro) und in der Kurz- und Mittelstrecke neun (bisher sieben) Euro zusätzlich zu bezahlen. Begründet wird die Anhebung mit den neuerlichen Höchstwerten für Kerosin.

Im ersten Quartal gab die AUA 73,6 Mio. Euro für Treibstoff aus, nach 55 Mio. Euro im Vergleichsquartal des Vorjahres. Bereits im Jahresvergleich 2003 zu 2004 war der Treibstoff Kostentreiber Nummer eins: Im Jahresvergleich musste die AUA-Gruppe mit 310 Mio. Euro um 95 Mio. mehr für Kerosin ausgeben.

Auch Swiss erhöht Zuschläge

Die Airline ist mit der Erhebung in guter Gesellschaft: Auch die Swiss, die von der Lufthansa übernommen wird, gab am Freitag bekannt, die Zuschläge für die Langstrecke um fünf auf 53 Franken (34 Euro) und für die Kurzstrecke um zwei auf 20 Franken zu erhöhen. Die Lufthansa selbst erhöht ebenfalls ab 8. Juli für Flüge innerhalb Europas die Zuschläge von sieben auf neun Euro. Bei Langstreckenflügen werden statt 27 nun 37 Euro zusätzlich fällig.

Zu Wochenbeginn hatte auch British Airways die Zuschläge kräftig angehoben. Für einen Langstreckenflug (allerdings hin und retour) sind nach 32 Pfund nun 45 Pfund (72 Euro) fällig. Die Zuschläge gelten zunächst nur für in Großbritannien ausgestellte Tickets. Auch die Air Berlin, die mit dem heimischen Billigcarrier Niki kooperiert, wird ihre Kerosinzuschläge von zehn auf zwölf Euro pro Strecke erhöhen.

Anders ist die Situation bei Billigfliegern wie Ryanair und easyJet, die keine Aufschläge wegen des hohen Ölpreises planen. Die gestaffelte Preisstruktur ermöglicht den Billigairlines allerdings auch versteckte Preiserhöhungen. Der beworbene Billigtarif bleibt aufrecht, die Staffelungen nach oben können aber vergrößert werden. Oder es werden weniger Sitzplätze in den günstigeren Kategorien angeboten. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2./3.7.2005)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.