Risiko Eizellenspende

3. Juli 2005, 11:00
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ExpertInnen plädieren für intensivere Untersuchungen der Langzeitfolgen - Zudem Ethik-Diskussion angekündigt

Brüssel - FruchtbarkeitsexpertInnen warnen, dass mehr Wissen um die Langzeitfolgen des Spendens von Eizellen erforderlich ist. Die steigende Nachfrage nach Fruchtbarkeitsbehandlungen und die Stammzellenforschung haben weltweit zu der Suche nach Hunderttausenden von Eizellen geführt. Derzeit ist laut BBC über mögliche Risiken, die tödlich sein können, nur wenig bekannt. Mitglieder des Europäischen Parlaments werden diskutieren, ob es ethisch ist, Frauen, die die Risiken nicht kennen, um das Spenden einer Eizelle zu ersuchen.

"Unredlich"

Die in Brüssel stattfindende Konferenz wird von der Pro-Life-Organisation Comment on Reproductive Ethics (CORE) veranstaltet. Die CORE-Vorsitzende Katherine Sinnott geht davon aus, dass wirtschaftlich schlechter gestellte Frauen durch das Angebot einer finanziellen Entschädigung ausgenutzt werden. "Das ist unredlich. Dabei handelt es sich um den Kauf von Eizellen. Das steht in klarem Widerspruch zu den Bestimmungen der Europäischen Union. Für Teile des Menschen darf nicht gezahlt werden." Frauen seien sich der möglichen gesundheitlichen Risiken nicht bewusst.

Ovarielles Hyperstimulationssyndrom

Ein seltenes, aber potenziell tödliches Risiko des Spendens von Eizellen ist das so genannte ovarielle Hyperstimulationssyndrom (OHSS). Es wird durch die Medikamente verursacht, die die Produktion der Eierstöcke anregen. Bei leichten und mittelschweren Fällen führt dieses Syndrom zu Schwellungen und Atemlosigkeit, die in der Folge wieder verschwinden. Davon sind bis zu 20 Prozent der Frauen betroffen. Bei rund einem Prozent der Fälle werden die Symptome so schwer, dass sie zum Tod der Frau führen können. (pte)

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BBC
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    Ist es ethisch vertretbar, Frauen, die die Risiken nicht kennen, um das Spenden einer Eizelle zu ersuchen?
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