Ölpreise steigen wieder

7. Juli 2005, 09:09
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Benzin und Diesel auf Rekordniveau - Entspannung beim Rohöl hat die Kraftstoffe nicht erreicht

New York/Wien/Hamburg - Der Ölpreis ist nach einem zwischenzeitlichen Rückgang zum Wochenausgang am Freitag erneut gestiegen. Er blieb aber unter dem zu Wochenbeginn erreichten Höchststand. Autofahrer müssen für Benzin und Diesel weiter Rekordpreise zahlen. Die leichte Entspannung beim Rohöl hat die Kraftstoffe nicht erreicht.

An der New Yorker Rohstoffbörse verteuerte sich das Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI am Freitagnachmittag im Vergleich zum Vortag um 44 Cent auf 56,80 Dollar. Die Sorge vor Versorgungsengpässen in der zweiten Jahreshälfte hatte den US-Ölpreis zum Wochenbeginn noch bis an die Marke von 61 Dollar getrieben und damit auf den höchsten Stand seit Einführung des Handels an der Rohstoffbörse NYMEX 1983.

Opec schiebt Pläne für Förderquoten-Anhebung auf

Die Stimmung unter den Anlegern sei weiter angespannt, erklärten Marktbeobachter. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte zuvor die Pläne für eine weitere Anhebung der täglichen Förderquote um 500.000 Barrel vorerst aufgeschoben.

Die OPEC will eine weitere Anhebung der Förderquote nach eigenen Angaben vom Freitag erst wieder in Erwägung ziehen, wenn die Preise für andere Sorten auf dem Weltmarkt erneut auf über 60 Dollar steigen. Der Preis für ein Barrel OPEC-Rohöl war am Donnerstag auf 52,01 Dollar gefallen. Das waren 49 Cent weniger als am Vortag, berechnete das OPEC-Sekretariat am Freitag in Wien. (APA/dpa)

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