Gebühren spruchreif - Wrabetz: ORF-Pensionisten müssen sparen

19. Juli 2005, 16:21
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Finanzdirektor wünscht sich Gesetzesnovelle - Es sollte dem ORF erlaubt werden, "das Geld dort zu verdienen, wo es noch möglich ist"

Die Debatte über die von Monika Lindner im STANDARD-Interview angekündigten ORF-Gebührenerhöhungen geht weiter. "Mehr Mittel nur für mehr österreichisches Programm" verlangen jetzt Österreichs Filmschaffende. Lindners Amtszeit läuft Ende 2006 aus, sie kündigte bereits mehrmals an, sich bei der im Herbst 2006 fälligen ORF-Wahl ein weiteres Mal zu bewerben.

Wrabetz will Evalution des ORF-Gesetzes

Indessen spricht sich ORF-Finanzdirektor Alexander Wrabetz im "Wirtschaftsblatt" für eine Evaluation des ORF-Gesetzes und der Spruchpraxis des Bundeskommunikationssenats (BKS) "spätestens in der nächsten Legislaturperiode" aus. "Der BKS interpretiert den Gesetzgeber um. Darüber müssen wir diskutieren." Wrabetz wünscht sich eine Gesetzesnovelle: "Das ist meine persönliche Meinung."

Es sollte dem ORF erlaubt werden, "das Geld dort zu verdienen, wo es noch möglich ist", so Wrabetz. Würden die gesetzlichen Werbebeschränkungen nicht gelockert, werde es eine "Gebührendiskussion" geben.

ORF-Pensionisten müssen sparen

Vom aktuellen Sparplan werden auch ORF-Pensionisten betroffen sein: Jene nämlich, die nicht in die Pensionskassa übergetreten sind, sondern deren Betriebspension vom ORF bezahlt wird. Rund 600 Betroffene müssen laut Wrabetz mit Kürzungen "in einem zweistelligen Prozentbereich" rechnen.

Zukunftspotenzial hat nach Ansicht des Finanzdirektors die Sendertechnik. Die entsprechende ORF-Tochter ORS will die Antenna Hungaria erwerben. (prie, APA/DER STANDARD; Printausgabe, 2./3.7.2005)

  • ORF-Finanzdirektor Alexander Wrabetz wünscht sich eine Novelle zum ORF-Gesetz
    foto: standard/newald

    ORF-Finanzdirektor Alexander Wrabetz wünscht sich eine Novelle zum ORF-Gesetz

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