F-5 übernehmen Luftraumüberwachung

5. Juli 2005, 15:46
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Draken haben ausgeflogen - Letzter offizieller Auftritt am 26. Oktober - Sieben Maschinen bleiben für Notfälle betriebsbereit

Wien/Graz - Die Luftraumüberwachung wird seit Freitag nicht mehr mit den Draken, sondern mit den aus der Schweiz angemieteten F-5-Jets durchgeführt. Das hat Oberstleutnant Oskar Krasser vom Kommando Luftstreitkräfte am Freitag bestätigt. Sieben Draken bleiben für Notfälle noch bis Jahresende betriebsbereit. Ihren letzten offiziellen Auftritt haben die in Österreich seit 1988 betriebenen Flugzeuge im Rahmen der Parade zu 50 Jahre Bundesheer am 26. Oktober in Wien.

Die Beschaffung von ursprünglich 24 Draken war 1986 beschlossen worden. Nach den ursprünglichen Planungen hätten die Flugzeuge bereits in den neunziger Jahren durch moderne Modelle ersetzt werden sollen. Die Nachbeschaffung wurde dann aber erst von der schwarz-blauen Regierung eingeleitet.

Lückenflieger

Bis 2007, dem Lieferdatum der ersten Eurofighter-Kampfflugzeuge, hätten die 40 Jahre alten Draken aber nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Verteidigungsminister Günther Platter (V) hat daher im Vorjahr mit der Schweizer Luftwaffe eine Vereinbarung für die Miete von zwölf Jets der Type F-5E getroffen, um die Lücke zu schließen. Die Maschinen aus der Schweiz sind jetzt vollständig übernommen, wie geplant mit 1. Juli werden die Aufgaben der Luftraumüberwachung mit ihnen durchgeführt.

Sieben Draken werden vorerst weiter betrieben, um eine Ausweichmöglichkeit zu haben, sollten mit den Maschinen aus der Schweiz unerwartete Schwierigkeiten auftreten. Die sieben Piloten werden auch weiterhin regelmäßig zu Übungsflügen starten. Über Wien folgt dann im Oktober der letzte offizielle Auftritt. Und mit Jahresende werden die Draken im österreichischen Bundesheer Geschichte sein.

Für die Verwertung der Flugzeuge liegen zahlreiche Anfragen vor. Die Palette reicht von Privatpersonen über Museen bis hin zu Gemeinden, die mit einem der Jets einen Kreisverkehr "schmücken" wollen. Interesse hat auch eine Firma aus den USA, welche die Draken weiter fliegen möchte. (APA)

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