AS Roma darf keine Spieler verpflichten

31. Juli 2005, 22:49
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Laut FIFA-Urteil "bis Sommer 2006" - Frankreichs Teamverteidiger zum Vertragsbruch mit Auxerre "angestiftet"

Rom - Der italienische Fußball-Erstligist AS Roma darf für ein Jahr auf dem Transfermarkt keine Neuverpflichtungen tätigen. Dieses Urteil bestätigte der Weltverband (FIFA) am Freitag in der Affäre um den unrechtmäßig zu Stande gekommenen Transfer von Philippe Mexes von der AJ Auxerre im Sommer 2004. Roma habe den französischen Teamverteidiger laut FIFA "zum Vertragsbruch angestiftet".

Mexes war vor der abgelaufenen Saison trotz eines laufenden Vertrages mit Auxerre nach Rom gewechselt, hatte wegen dessen Verletzung bereits eine sechswöchige FIFA-Sperre abgesessen. Zudem wurde Roma in einem Schiedsspruch zu einer Ablösezahlung in Höhe von acht Millionen Euro verurteilt.

"AS Roma hat ab Sommer 2006 wieder die Möglichkeit, neue Spieler zu verpflichten", teilte die FIFA mit. Demnach sollen die Römer in den nächsten beiden Transferperioden - in der laufenden Sommer- und in der kommenden Winterpause - zwar Spieler verkaufen, jedoch weder per Erwerb noch auf Leihbasis neue Akteure akquirieren dürfen. Der Hauptstadtklub hatte eine enttäuschende Saison in Italiens Serie A an achter Stelle beendet, war aber zumindest ins Cupfinale (0:1 und 0:2 gegen Inter Mailand) eingezogen und sicherte sich damit einen UEFA-Cup-Platz.

Nach dem Urteil, gegen das die Römer vor dem Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne berufen können, sind auch die bereits abgeschlossenen Transfers des Kongolesen Shabani Nonda von AS Monaco und Sammy Kuffour von Bayern München wieder in Schwebe. Beide haben für ihren neuen Klub bis dato noch keine offizielle Spiellizenz erhalten.(APA/AFP)

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