Erstmals Moslem in Bosnien wegen Kriegsverbrechen verurteilt

3. Juli 2005, 19:08
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Schuldspruch wegen Mithilfe bei Enthauptung eines Serben und Folterung von vier Kroaten

Sarajevo - Erstmals ist in Bosnien-Herzegowina ein Moslem wegen Verbrechen im Bürgerkrieg (1992-1995) verurteilt worden. Abduladhim Maktouf muss fünf Jahre ins Gefängnis, weil er 1993 der so genannten Mujaheddin-Einheit der bosnischen Armee bei einem Kriegsverbrechen geholfen hatte, entschied das Staatsgericht am Freitag in Sarajevo.

Maktouf, ein aus dem Irak stammender bosnischer Staatsbürger, hat nach Überzeugung des Gerichts mitgeholfen, nahe der zentralbosnischen Stadt Travnik einen Serben zu enthaupten und vier Kroaten zu foltern. Im Bürgerkrieg waren die bosnischen Moslems gegen Serben und Kroaten auch von islamischen Freischärlern unterstützt worden. (APA/dpa)

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