Vorarlberg: Etwa 40 Lehrer ohne Anstellung

22. März 2006, 16:06
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Im Herbst werden 165 Schulanfänger weniger als in diesem Schuljahr erwartet - Anzahl der Klassen bleibt in etwa gleich

Bregenz - Auf den Wartelisten für das kommende Schuljahr 2005/06 stehen in Vorarlberg derzeit etwa 20 bis 25 Pflichtschul- sowie rund ein Dutzend Bundesschullehrer. Bei Hauptschulen und Polytechnischen Lehrgängen soll es im Herbst hingegen keine beschäftigungslosen Lehrer geben, teilte Schul-Landesrat Siegi Stemer (V) am Freitag in einer Bilanzpressekonferenz über das zu Ende gehende Schuljahr mit.

Problemfächer Deutsch, Geschichte

Stemer betonte, dass sich die Wartelisten über den Sommer erfahrungsgemäß verkürzen. Es würden sämtliche Bemühungen unternommen, um möglichst viele der stellenlosen Lehrkräfte unterzubringen. Im Bereich der Bundesschulen sagte Stemer, dass Bewerber mit den Fächern Deutsch, Philosophie, Geschichte und Biologie nur schwer eine Anstellung finden werden.

Ein paar Klassen weniger

Im Herbst werden in Vorarlberg etwa 4.665 Kinder eingeschult, das sind um 165 weniger als in diesem Schuljahr. Insgesamt wird die Schülerzahl im Pflichtschulbereich um etwa 500 zurückgehen. Stemer begründete dies mit den "geburtenschwachen Jahrgängen", die nun das Schulalter erreichten. Heuer wurden im Ländle rund 1.800 Klassen im Pflichtschul- und etwa 700 Klassen im weiterführenden Bereich geführt. An diesen Zahlen werde sich im nächsten Schuljahr wenig ändern, so Stemer. Möglicherweise werde es bei den Pflichtschulen ein paar Klassen weniger geben.

"Ein gutes Jahr"

In seiner Bilanz über das in Vorarlberg in der nächsten Woche zu Ende gehende Schuljahr sprach Stemer von einem "guten Jahr". Wenn man bedenke, dass es sich bei der Schule in Vorarlberg um einen Großbetrieb mit 300 Standorten, 5.700 Beschäftigten und 55.000 bis 59.000 Schülern handle, "dann ist es im Großen und Ganzen sehr gut gelaufen". Der Schul-Landesrat erwähnte besonders die Initiative "Menschen.Schule" mit den Schwerpunkten Stärkung der Sozialkompetenz, Ausbau der Schülerbetreuung und Bewusster Umgang mit Auffälligkeiten. Im Rahmen von "Menschen.Schule" seien zahlreiche Projekte an den Schulen durchgeführt und mit rund 170.000 Euro aus Landesmitteln gefördert worden. (APA)

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    Bewerber mit den Fächern Deutsch, Philosophie, Geschichte und Biologie werden als Lehrer nur schwer eine Anstellung finden.

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