Spesen-Diskussion: Kärntens Grüne fordern Aufklärung über Haider

1. Juli 2005, 12:57
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Holub: Tatsächlichen Nutzen teurer Auslandsreisen überprüfen

Klagenfurt - Die Kärntner Grünen fordern Aufklärung über die von Landeshauptmann Jörg Haider (B) verursachten Spesen. Der tatsächliche Nutzen teurer Auslandsreisen müsse überprüft werden, verlangte Landessprecher Rolf Holub am Freitag. Seine Fraktion werde daher in der nächsten Landtagssitzung eine umfassende schriftliche Anfrage in dieser Causa einbringen.

Er sei "besorgt" um die zweckmäßige Verwendung der Landesgelder, vor allem angesichts der zuletzt bekannt gewordenen "großzügigen Spesenabrechnungen von Landeshauptmann Haider", sagte Holub bei einem Pressegespräch in Klagenfurt. In insgesamt 29 einzeln aufgelisteten Fällen begehren Holub und seine Fraktionskollegin LAbg. Barbara Lesjak Aufklärung über die Kosten der jeweiligen Veranstaltung und über die Finanzierungsmodalitäten. Ebenso wollen sie wissen, welche Transportmittel - etwa bei Auslandsreisen Haiders - verwendet worden seien und ob aus den diversen Auslandsmissionen konkreter Nutzen in Form von Aufträgen für heimische Firmen resultieren würden.

Die Liste umfasst etwa ein Treffen Haiders mit dem libyschen Staatschef Muammar Gaddafi, eine Iran- und eine Syrien-Reise des Landeshauptmannes, aber auch eine Wirtschaftsgala auf der Seebühne oder eine Großveranstaltung mit Frank Stronach im Villacher Congress Center im Februar dieses Jahres. Lesjak: "Laut Landespressedienst hat Haider nach seiner Rückkehr aus dem Iran von einem Auftragsvolumen von 400 Millionen Euro gesprochen, wir wüssten nun gerne, ob es diese Aufträge gibt und wer sie erhalten hat." (APA)

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