Welche Unis sind betroffen?

7. Juli 2005, 15:12
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Einen deutschlandweiten Numerus Clausus gibt es in den Fächern Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Biologie, Psychologie und Pharmazie

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Zugangsbeschränkungen für EU-Studenten an den österreichischen Universitäten wird nicht für alle Hochschulen die gleichen Konsequenzen haben. Nach der erwarteten Aufhebung der heimischen Regelung werden Numerus-Clausus-Flüchtlinge vor allem an den drei Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Veterinärmedizinischen Universität erwartet.

Sechs Fächer

Einen deutschlandweiten NC gibt es in den Fächern Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Biologie, Psychologie und Pharmazie. Medizin, Zahnmedizin und Veterinärmedizin werden in Österreich an den drei Medizin-Unis bzw. der Veterinärmedizinischen Universität Wien angeboten. Biologie kann man an den Universitäten Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck studieren, Pharmazie an den Unis Wien, Innsbruck und Graz. Psychologiestudien sind an den Unis Wien, Graz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt eingerichtet.

Rückstau in Wirtschaft

Außerdem plant die Regierung, den Unis Zugangsbeschränkungen auch für die Betriebswirtschaft (BWL) und verwandte Fächer zu erlauben - obwohl der deutschlandweite NC für BWL heuer aufgehoben wurde, könnte es noch einen "Rückstau" an Interessenten geben. Davon wären die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien sowie die Universitäten Wien, Graz, Linz, Klagenfurt und Innsbruck betroffen.

Darüber hinaus können die einzelnen Unis in Deutschland aber auch in anderen Fächern Zugangsbeschränkungen verhängen. Dies ist etwa in München bei der Publizistik der Fall - auf Grund der räumlichen Nähe könnte das Publizistik-Studium an der Uni Salzburg für viele deutsche Studenten attraktiv werden und dadurch unter Druck kommen. (APA)

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