Uni Graz: Neue Grün-Rote Spitze will ÖH attraktiver machen

15. Dezember 2005, 15:00
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MIt "ÖH-Tagen" soll auf Arbeit und Service aufmerksam gemacht werden

Graz - "Der Kontakt zu den Studierenden muss einfach besser werden", mit dieser Vorgabe tritt die neue Grün-Rote ÖH-Führung an der Universität Graz ihr Amt an. "Es gibt leider Studierende, die sich nicht für die Arbeit der ÖH interessieren, daher wollen wir in den nächsten zwei Jahren verstärkt die Arbeit der Hochschülerschaft den Studenten näher bringen", so der neu gewählte Vorsitzende, Markus Hinterholzer (GRAS), am Freitag bei der Pressekonferenz des Vorsitzendenteams.

An der Universität Graz hat es bei der letzten ÖH-Wahl einen Wechsel an der ÖH-Spitze gegeben: Anstatt des bisher von der Fachschaftslisten dominierten Vorsitzes wird nunmehr ein Grün-Rotes Team die Geschicke der ÖH bestimmen. GRAS und der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) verfügen gemeinsam über neun der insgesamt 17 Mandate, die GRAS hält davon sechs Mandate. Neben Hinterholzer (geb. 1980) bilden nun Jochen Schönberger vom VSStÖ (geb. 1981) und Barbara Wiesmüller von der GRAS (geb. 1982) das Vorsitzenden-Team.

Das Interesse an und das Wissen über die Arbeit der ÖH will das neue Vorsitzteam neben der Weiterführung der regelmäßigen Newsletter und einer Neustrukturierung der Hochschülerschaft-Zeitung vor allem durch regelmäßige so genannte "ÖH-Tage" heben. "Wir werden mehrmals im Semester im ÖH-Zelt auf unsere Projekte aufmerksam machen und auf unsere Beratungsangebote und Services hinweisen", so Hinterholzer. Der aus Tirol gebürtige Student studiert seit vier Jahren Germanistik und Geschichte Lehramt in Graz.

Auch der Kontakt zu den "zukünftigen Studierenden" müsse verbessert werden. "Viele Studienwechsel wären durch verbesserte Information in den Schulen zu verhindern", hieß es. Dazu wolle man sich gemeinsam mit dem Rektorat und dem Landesschulrat Strategien überlegen. Dem im Entwicklungsplan der Uni Graz für alle Studierenden angedachten "Basismodul" steht die ÖH Graz "sehr skeptisch" gegenüber. "Wir werden uns bemühen, dass es so studierendenfreundlich wie möglich gestaltet wird", so Hinterholzer.

Hinsichtlich des erwarteten EuGH-Urteils und den Debatten über den Uni-Zugang in Österreich spricht sich die ÖH-Graz gegen jegliche Form von Zugangsbeschränkungen wie Losverfahren, Aufnahmetest oder Studiengebühren und für eine "europäische Lösung" aus, bei der alle EU-Staaten selbst für die Ausbildungskosten ihrer Staatsbürger aufkommen. (APA)

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