Südliches Afrika von Hunger und Krankheiten gezeichnet

5. Juli 2005, 12:56
1 Posting

UN-Lob für US-Hilfe beim Kampf gegen Malaria

New York - Das am schwersten von Hunger und Krankheiten gezeichnete Krisengebiet weltweit ist nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) das südliche Afrika. Dort sei die Lage noch schlechter als im sudanesischen Darfur, in Afghanistan oder in Nordkorea, sagte der Leiter der UNO-Organisation, James Morris, am Donnerstagabend vor dem Weltsicherheitsrat in New York. "Eine tödliche Mischung aus Aids, wiederkehrenden Dürreperioden und staatlichem Versagen erodiert die soziale und politische Stabilität", sagte Morris über das südliche Afrika.

Allein im vergangenen Jahr sei in der Region eine Million Menschen an Aids gestorben, die Lebenserwartung sinke, anstatt zu steigen. Seit Beginn dieses Jahres habe sich zudem die Zahl der Menschen, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen seien, auf derzeit 8,3 Millionen mehr als verdoppelt. Ursache seien Dürren in mehreren Staaten, erklärte Morris.

Lob für US-Hilfe

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Milliardenhilfe der USA für den Kampf gegen Malaria in Afrika ausdrücklich gewürdigt. Die am Donnerstag von US-Präsident George W. Bush angekündigte finanzielle Unterstützung sei ein wichtiger Impuls vor dem Treffen der sieben reichsten Industriestaaten und Russlands (G-8) in der kommenden Woche in Gleneagles (Großbritannien). Der Malaria fällt nach den Worten Annans alle 30 Sekunden ein Kind zum Opfer.

Bush hatte am selben Tag die internationale Gemeinschaft aufgerufen, zu "einer dramatischen Reduzierung der Malaria als einem der gefährlichsten Mörder von Kindern in Afrika" beizutragen. Auf dem Gipfel der G-8-Staaten werde er die reichen Staaten und die privaten Stiftungen aufrufen, sich an einer "umfassenden und aggressiven Kampagne" zur Eindämmung der Malaria zu beteiligen. Die USA würden dafür in den nächsten fünf Jahren 1,2 Milliarden Dollar (992 Mio. Euro) bereitstellen. (APA/dpa/AP)

Share if you care.