Lage im südlichen Afrika schlechter als in Afghanistan oder Nordkorea

6. Juli 2005, 15:56
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Welternährungsprogramm: Schwerste Krise weltweit - Allein im Vorjahr eine Million Aids-Tote - Lebenserwartung sinkt

New York - Das am schwersten von Hunger und Krankheiten gezeichnete Krisengebiet weltweit ist nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) das südliche Afrika. Dort sei die Lage noch schlechter als im sudanesischen Darfur, in Afghanistan oder in Nordkorea, sagte der Leiter der UNO-Organisation, James Morris, vor dem Weltsicherheitsrat in New York. "Eine tödliche Mischung aus Aids, wiederkehrenden Dürreperioden und staatlichem Versagen erodiert die soziale und politische Stabilität", sagte Morris über das südliche Afrika.

Allein im vergangenen Jahr sei in der Region eine Million Menschen an Aids gestorben, die Lebenserwartung sinke, anstatt zu steigen. Seit Beginn dieses Jahres habe sich zudem die Zahl der Menschen, die auf Lebensmittelhilfe angewiesen seien, auf derzeit 8,3 Millionen mehr als verdoppelt. (APA)

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