Neue Regeln bei Verkehrssünden

4. Juli 2005, 21:32
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"Vormerksystem" startet heute - 13 Delikte werden ins örtliche Führerscheinregister eingetragen - mit Grafik

Wien - In Österreich tritt heute das neue "Vormerksystem" in Kraft.

Rechtzeitig zum Schulferienbeginn im Osten des Landes brechen damit neue Zeiten für die heimischen Autofahrer an: Wer ein "Vormerkdelikt" begeht, bekommt eine Eintragung ins örtliche Führerscheinregister.

Wer innerhalb von zwei Jahren einen zweiten Verstoß gegen eines der 13 Vormerkdelikte begeht, muss entweder ein Fahrsicherheitstraining, eine Nachschulung, eine Perfektionsfahrt oder einen Erste-Hilfe-Kurse absolvieren - je nachdem um welches Delikt es sich handelt. Wer innerhalb dieser zwei Jahre ein drittes Mal beim Verstoß erwischt wird, dem wird der Führerschein drei Monate lang entzogen. Dagegen wird eine Vormerkung nach zwei Jahren automatisch gelöscht, wenn sich die betreffenden Autofahrer kein weiteres Delikt zu Schulden kommen lassen.

Ziel des Systems ist es, Risikolenker schneller aus dem Verkehr zu ziehen. Geschwindigkeitsdelikte werden nicht eingetragen. Dieser Umstand wird von Verkehrsexperten heftig kritisiert.

Vorgemerkt werden Überschreitungen der 0,5 Promille-Grenze, Fahren auf dem Pannenstreifen, mangelnder Sicherheitsabstand, Nichtbeachtung der Vorschriften über die Kindersicherung oder Behinderung von Fußgängern auf dem Schutzweg. (APA)

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    Geschwindigkeitsdelikte werden nicht eingetragen. Dieser Umstand wird von Verkehrsexperten heftig kritisiert.

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    Deliktekatalog

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