Boulevard: Entblättertes Landvolk

2. Juli 2005, 11:23
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Über 1000 Bewerberinnen und Bewerber traten zum Fotoshooting für den Jungbauernkalender an

Irgendwann wird dann jemand eine Bauernregel zum Thema dichten. Etwa: „Entblättert der Bauer sich in der Sonne – verstrahlt der Kalender im Jänner dann Wonne.“ Oder so ähnlich. Denn dass Österreichs Jungbauernbund im Frühjahr seine Mitglieder dazu aufruft, sich für ein (Fastnackt-) Shooting zu bewerben und dann im Sommer die – unter mittlerweile über 1000 Bewerberinnen und Bewerber – auserkorenen Vorzeigekörper des Bauernstandes vor die Kamera gebeten werden, hat mittlerweile ebenso Tradition wie das große „Hallo“, das ertönt, wenn dann der Jungbauern- respektive Jungbäuerinnenkalender im Winter vorgestellt wird.

Das Ding, das bei seiner Erstpräsentation 2001 noch einen kleineren Skandal hervorrief, hat mittlerweile Kultstatus – und ist (auch das Tradition) meist binnen weniger Tage ausverkauft. Heuer knipst Cathrine Stukhard (fotografiert unter anderem für Geo, die Erste und Ja!-natürlich) die Herren und Damen Jungbauern (die – verrieten die Models vom 2005- er-Kalender bei der letzten Präsentation – streng gesehen nicht immer ganz echte Jungbauern sind, aber immerhin nahe Verwandte in der Landwirtschaft haben müssen) – und lud am Mittwoch zum Fotoset-Besuch nach Niederösterreich. Dort verriet man, dass es heuer – aufgrund der großen Nachfrage – erstmals nicht nur je einen österreichischen Jungbauern- und Jungbäuerinnenkalender geben wird, sondern auch eine „Bayern-Girls-Edition“ . Schließlich sehen nackte Menschen von anderswo ja auch wirklich ganz anders aus. (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 01.07.2005)

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