Ottakringer steigt bei Kolarik ein

12. Juli 2005, 15:13
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Mit der Brauerei aus dem 16. Bezirk und dem Betreiber des Schweizerhauses gehen zwei Wiener Traditionsunternehmen eine enge Kooperation ein

Wien - Die Getränkeindustrie Holding AG, Mutter der Ottakringer Brauerei, beteiligt sich mit 49 Prozent am Getränkefachhändler Kolarik & Buben GmbH.

"Wir werden vorleben, dass es nicht nötig ist, österreichische Traditionsbetriebe an internationale Multis zu verkaufen", betonten Ottakringer-Chef Sigi Menz und Karl Jan Kolarik, Geschäftsführer von Kolarik & Buben, am Donnerstag im Duett.

Ideales Paar

Menz: "Ottakringer und Kolarik passen ideal zusammen. Wir haben eine sehr ähnliche Grundphilosophie. Die Unternehmen ergänzen einander bei Sortiment, Vertriebsnetz und Kundenstruktur." Ottakringer braut jährlich rund 580.000 Hektoliter Bier, Kolarik & Buben vertreibt etwa 100.000 Hektoliter und ist Generalimporteur für Budweiser für den Osten Österreichs.

Die Mutter der Ottakringer Brauerei AG, die Getränkeindustrie Holding AG (GIH), steht zu rund 81 Prozent im Besitz der Familien Wenckheim (rund 65 Prozentpunkte) und Menz (rund 16 Prozentpunkte).

Der Rest befindet sich im Besitz der Familien Pfusterschmid und Trauttenberg. Das Schweizerhaus im Wiener Prater bleibt übrigens unverändert im Eigentum der Familie Kolarik.

Während die Ottakringer Brauerei mit den Marken Ottakringer, Goldfassl, Null Komma Josef sowie Vöslauer Mineralwasser den Schwerpunkt auf "Made in Austria" setzt, ist die Stärke von Kolarik & Buben der böhmische Klassiker Budweiser Budvar.

Internationale Biere

Daneben vertreibt Kolarik eine Reihe von weiteren internationalen Bieren wie Paulaner, Erdinger, Clausthaler und Becks, aber auch österreichische Marken - und auch die vorwiegend aus Privatbrauereien; etwa Stiegl, Egger, Hirter, Grieskirchner, Kapsreiter, Trumer und Weitra Bier. Abgerundet wird das Programm durch ein alkoholfreies Sortiment. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 01.07.2005)

  • Das Stelzen- und Bierparadies Schweizerhaus im Wiener Prater bleibt zu hundert Prozent bei der Familie Kolarik.
    foto: der standard/andy urban

    Das Stelzen- und Bierparadies Schweizerhaus im Wiener Prater bleibt zu hundert Prozent bei der Familie Kolarik.

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