Verlagswesen wird digital

8. Juli 2005, 10:29
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British Library gibt die Digitalisierung sämtlicher Bestände bis 2020 bekannt

Die Mehrheit der britischen Schriftdokumente wird bis zum Jahr 2020 in elektronischer Form abrufbar sein. Nach Angaben der British Library (BL) werden rund 90 Prozent der neu publizierten Werke bis dahin in digitaler Form erhältlich sein. Nur die Hälfte soll noch in gedruckter Form erscheinen. 2020 sollen auch nur zehn Prozent der neu publizierten Titel auch in der Druckausgabe erhältlich sein. Zur Umsetzung des Digitalisierungsprozesses wird die British Library die nächsten drei Jahre intensiv an der Entwicklung der nötigen Infrastruktur zur Lagerung, Handhabung, Bewahrung und der Abrufbarkeit der digitalen und digitalisierten Materialien arbeiten.

160 Millionen Bücher, Manuskripte, Tondokumente, Patente und Karten

"Der Bestand der British Library Collection umfasst derzeit mehr als 160 Mio. Bücher, Manuskripte, Tondokumente, Patente und Karten. Das digitale Lagersystem soll so gestaltet sein, dass es manipulationssicher ist", erklärte Lynne Brindley von der BL. Für jedes Werk sollen mindestens drei Kopien angelegt werden. eine Offline-Kopie soll zudem separat aufbewahrt werden, für den Fall, dass es zu einem Totalausfall im System kommt.

Digitalisierung

Ein Teil der Digitalisierung wird auch das Web betreffen, denn wichtige Websites sollen für die Nachwelt erhalten bleiben. "Wir müssen Websites mit nationaler Bedeutung - wie beispielsweise die Webauftritte von Parteien in der Wahlperiode - ermitteln und archivieren", so Brindley. Zusätzlich sollen auch Weblogs erfasst werden. (pte)

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