Viel wurde in den vergangenen Wochen und Monaten spekuliert, wer Hochleitner wohl beerbt, dessen Vertrag im Herbst ausläuft, der aber auch privat immer wieder durchblicken ließ, dass er gerne zumindest noch ein halbes Jahr anhängen würde. Nicht zuletzt, um den VA-Tech-Deal eine Zeit lang zu begleiten.
Ederer selbst hat sich bei diesem Namedropping zumindest nach außen hin immer bescheiden gegeben, so wie es ihre Art ist. "Na geh, das passiert nie, dass ich Siemens-Chefin werd", hat sie jenen gekontert, die meinten, sie hätte in der Palette der Hochleitner-Nachfolger gute Chancen. Viele hatten auf Alfred Ötsch getippt, den Hochleiter einst zu Siemens nach Deutschland schickte. Dass er trotzdem zurück in den Vorstand kommt, hat viele überrascht.
Vertraute beschreiben Ederer als extrem gute Verhandlerin, als Strategin, die auch bereit ist, ins Detail einzusteigen. Gleichzeitig habe sie aber auch das typische Syndrom mancher Ex-Politiker: Sie weiß, sie muss besonders gut sein, um das Image der Polit-besetzung loszuwerden.
Dabei hat Ederer als studierte Volkswirtin sowohl fachlich wie auch menschlich viele Voraussetzungen, einen der größten Industriebetriebe Österreichs mit 18.000 Mitarbeitern zu führen.
Als "offen, ehrlich, kompetent und nicht eitel" wird sie beschrieben. Die Kumpelhaftigkeit, die man ihr nachsagt, kränkt sie manchmal. In einer Umfrage eines Zeitgeistmagazins hieß es einmal, die Mehrheit der Männer würde sich von Ederer lieber vor dem Ertrinkungstod retten lassen, als mit ihr nach Venedig zu fahren. Sie weiß das und sagt: "Ich war schon immer eher die Frau zum Reifenwechseln als für die Disco."
Daheim ist Ederer in einer modern eingerichteten Dachwohnung im zweiten Wiener Gemeindebezirk, wo sie und die privaten Gäste von ihrem Mann, dem EU-Abgeordneten Hannes Swoboda (SP), bekocht werden. Beide lebten jahrelang zusammen, ehe sie vor drei Wochen geheiratet haben.
Begonnen hat ihre Karriere in der Arbeiterkammer. Was sie auch später machte, sie war immer die erste Frau in der jeweiligen Position. 1995 wurde sie die erste weibliche Bundesgeschäftsführerin der SPÖ, 1997 war sie die erste Wiener Finanzstadträtin.
Als Staatssekretärin im Bundeskanzleramt erzielte sie 1994 ihren größten politischen Erfolg in den Beitrittsverhandlungen mit der EU. Dass sie auch als erste Siemens-Chefin nicht die Bodenhaftung verlieren wird, steht fest, denn sie weiß: "Die Leute grüßen die Hülle, und nicht die Person." (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 01.07.2005)
Erstens, dass sie in der Franklinstrasse maturiert hat (da kommen jetzt eine Menge bissiger Bemerkungen auf mich zu) und zweitens, dass sie die ATS 1,000 x ca 8 Millionen nie ausgeteilt hat. (Kein Wunder bei den schlechten Mathematiklehrern, die sie ja in dieser Schule - siehe oben - gehabt hat). Was für sie spricht: alle rund um sie sind sicher nicht besser und wahrscheinlich schlechter.
innerhalb österreich´s gibt es seit dem EU-beitritt gewinner, nämlich die ökonomische klasse und deren repräsentanten. da wären prinzhorn, androsch, bartenstein und die ederer zu nennen. dieser ökonomischen klasse ist die fachkompetenz nicht ab zu sprechen. eine fachkompetenz, die von der "bereinigung" des personalwesens spricht, wenn arbeitnehmer bei unternehmensgewinn für weitere profite entlassen werden; wie dies bei siemens in deutschland der fall war. und das ederer "ehrlich" ist, beweist ihr sager, dass nach dem EU beitritt österreichs jeder österreicher 1000 schilling (73 €) mehr pro monat zur verfügung haben werde :-).
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