Inku-Mehrheit wird im Juli verkauft

12. Juli 2005, 12:03
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Beim Raumausstatter Inku ist der gesuchte Kapitalpartner gefunden

Wien - Beim börsenotierten Raumausstatter Inku ist der gesuchte Kapitalpartner gefunden, zudem steht ein totaler Konzernumbau an. Mit Bankenhilfe werden die Finanzen des Klosterneuburger Unternehmens saniert. Die Mehrheit der Inku AG wird in den nächsten vier Wochen an den Finanzinvestor Sares Invest AG, Wien, verkauft.

Die Familie Smolka, die bisher 83 Prozent der Aktien hielt, geht auf eine Minderheit zurück, soll aber zweitgrößter Aktionär bleiben. Als solcher schießt die Familie durch einen Gesellschafterzuschuss Liquidität zu. "Im Gegenzug leisten die Banken einen Finanzbeitrag", hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der Inku AG.

Verbesserung der Eigenkapitalquote

Diese umfassende finanzielle Restrukturierung führe zu einer "deutlichen Verbesserung der Eigenkapitalquote bei gleichzeitiger Reduzierung der Bankverbindlichkeiten um annähernd 70 Prozent", so das Unternehmen. Wie hoch die Bankschulden waren und wie sich der "Finanzbeitrag" der Kreditgeber im Detail gestaltet, wird nicht genannt. Inku soll an der Börse notiert bleiben.

Zudem gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt, dass Michael Smolka seine Funktion als Vorstand "mit sofortiger Wirkung" zurückgelegt hat. Laut dem zweiten Inku-Vorstand, Uwe Heinemann, der künftig Alleinvorstand ist, erfolgte dies mit gestriger Wirkung. Smolka zieht in den Aufsichtsrat ein.

Bereits "durch" ist der Verkauf der gesamten Deutschland- Aktivitäten der Inku-Gruppe. Der Verkauf samt zugehöriger Tochterfirmen geht mit Freitag über die Bühne. Käufer der Deutschland -Niederlassungen ist der Berliner Unternehmer Frank Steffel. Dem Vernehmen nach will Inku auch die Italien-Aktivitäten losschlagen. Durch den Verkauf des Deutschland-Teils der Gruppe sinkt der Jahresumsatz von zuletzt 90 bis 100 Mio. Euro auf 40 bis 45 Mio. Euro. (APA)

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