Zahl der Scheidungen im Militär rapide angestiegen

3. Juli 2005, 10:19
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Auslandseinsätze in Afghanistan und Irak belasten Eheleben der Soldaten

Washington - Die Auslandseinsätze in Afghanistan und vor allem im Irak wirken sich anscheinend stark belastend auf das Eheleben amerikanischer Soldaten aus. Nach Medienberichten vom Donnerstag hat sich die Zahl der Scheidungen von Heeresangehörigen zwischen 2001 und 2004 fast verdoppelt. Sie stieg von rund 5.660 auf etwa 10.500. Vor allem Ehen von Offizieren gingen in die Brüche: Hier verdreifachte sich die Scheidungsrate von 1,9 Prozent im Jahr 2002 auf 6 Prozent im Jahr 2004.

Stress der langen Auslandseinsätze

Der öffentliche Rundfunksender NPR zitierte einen Heeressprecher mit den Worten, dass der Stress der langen Auslandseinsätze mit der Möglichkeit, gleich zwei Mal hintereinander mit kurzer Unterbrechung für jeweils ein Jahr in den Irak geschickt zu werden, sicher eine Rolle spiele.

Das Heer hat aber auch Positives zu vermelden: Nachdem die Teilstreitkraft bei der Anwerbung neuer Rekruten seit Monaten hinter den gesetzten Zielen zurückgeblieben war, gab es im Juni endlich ein Plus. 6150 Neulinge wurden gewonnen - rund 500 mehr als das erhoffte Minimum, wie Generalstabschef Richard Myers mitteilte. Allerdings hinkt das Heer bei der Nachwuchswerbung insgesamt so stark hinterher, dass das Jahresziel von 80.000 Rekruten aller Wahrscheinlichkeit deutlich verfehlt wird. (APA/dpa)

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