Sri Lanka: Rebellen drohen mit Verstoß gegen Waffenstillstand

4. Juli 2005, 11:23
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Regierung soll Sicherheit von LTTE-Funktionären garantieren

Colombo - Die Tamilen-Rebellen der LTTE haben der Regierung Sri Lankas mit einem Verstoß gegen den seit mehr als drei Jahren geltenden Waffenstillstand gedroht. Sollte die Regierung nicht binnen zwei Wochen für die Sicherheit von LTTE-Funktionären bei der Durchreise durch Regierungsgebiet sorgen, würden die Rebellen bewaffnete Eskorten organisieren, hieß es am Donnerstag auf einer der LTTE nahe stehenden Internetseite. Der Chef des politischen Flügels der LTTE, S.P.Thamilselvan, rechne in diesem Fall mit einem Ende der Waffenstillstandsvereinbarung.

Rebellen verletzt

Am Sonntag war ein Sprengstoffanschlag auf einen von Soldaten eskortierten LTTE-Konvoi verübt worden. Zwei Rebellen wurden verletzt. Die Waffenstillstandsvereinbarung sieht vor, dass Rebellen in Regierungsgebieten keine Waffen tragen dürfen. Die Regierung muss demnach im Gegenzug für sicheres Geleit sorgen. Im Osten Sri Lankas erschossen unterdessen nach Armeeangaben tamilische Rebellen drei Soldaten. Bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Rebellengruppen sowie Aufständischen und Sicherheitskräften kamen im Osten der Insel in den vergangenen drei Monaten mindestens 50 Menschen ums Leben.

Zwischen Regierung und den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) gilt seit mehr als drei Jahren ein brüchiger Waffenstillstand. Zuvor hatte der 20 Jahre andauernde Konflikt rund 69 000 Menschen das Leben gekostet. Die LTTE fordert weitgehende Selbstverwaltung der Tamilen- Gebiete im Norden und Osten Sri Lankas. (APA/dpa)

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