Hohe Strafen wegen Mordes an Politikerin

4. Juli 2005, 11:40
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Zwanzig Jahre Haft für Auftraggeber des Anschlags auf liberale Abgeordnete Starowoitowa

Moskau - Wegen des Politmordes an der liberalen russischen Abgeordneten Galina Starowoitowa 1998 sind zwei Männer in St. Petersburg zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Der Organisator des Auftragsmordes muss für 20 Jahre, der Mörder für 23 Jahre hinter Gitter, entschieden die Richter am Donnerstag. Die Suche nach dem Auftraggeber werde fortgesetzt, erklärte die regionale Abteilung des Inlandsgeheimdienstes FSB.

Die Ermordung der prominenten Politikerin am 20. November 1998 in St. Petersburg war eines der spektakulärsten Verbrechen der Regierungszeit von Präsident Boris Jelzin gewesen. Starowoitowa hatte die Korruption im Staatsapparat und den Tschetschenien-Krieg scharf kritisiert. Sie sei wegen ihres politischen Engagements erschossen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft in dem Prozess, machte dazu jedoch keine näheren Angaben. Vier Männer, die wegen Beihilfe angeklagt waren, wurden freigesprochen.

Starowoitowa hatte kurz vor ihrem Tod den damaligen Parlamentsvorsitzenden Gennadi Selesnjow dubioser Methoden bei der Sammlung von Wahlkampfgeldern bezichtigt. Selesnjow hatte jede Verbindung zu dem Mord energisch bestritten. (APA/dpa)

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